Haptische Werbepower, Teil 2

von Olaf Hartmann am Freitag, 09 September 2016. Veröffentlicht in Hapticals

Wie ein Würfel magische Wirkung entfaltet

Haptische Werbepower ©mailingtageIm ersten Teil habe ich erläutert, warum die digitalen Kommunikationskanäle - entgegen der ursprünglichen Erwartungshaltung - wieder der Versuchung einer Einbahnstraßen-Reizbefeuerung erlegen sind. Push statt Pull, tagtäglich in Überdosis, führt zu einer leicht absehbaren Diagnose bei den Empfängern: blockierte Empathie. Eine Information jedoch, die keine Emotion weckt, ist wertlos für unser Gehirn.

 

Ohne Emotion keine Reaktion 

Wer in einer aufgeheizten Atmosphäre aktiver digitaler Werbungsverweigerung seinen Botschaften die notwendige Relevanz verleihen möchte, sollte zunächst einmal den Kanal wechseln und sich simpel wie kostengünstig analog aufstellen.

Jeder sinnliche Reiz kann implizit Emotionen wecken und Entscheidungen lenken, denn wie die Hirnforschung längst via bildgebender Untersuchungsverfahren belegen konnte – der Mensch nimmt die Welt primär über seine Sinne wahr.

Eine psychologische Undercover-Studie aus dem Jahr 1993 belegt beispielsweise, dass Handbewegungen, die zu einem Objekt hinführen, unbewusst zu einer positiveren

Bewertung des Gegenstandes führen – auch im nachhinein –, als wenn die Handbewegung vom Objekt wegführt.

Ein Sinnesreiz muss nicht erst bewusst werden, um seine Wirkung zu entfalten. So kann beispielsweise jede Berührungsempfindung und jeder Bewegungscode auch unbewusst Einfluss auf unsere Stimmungslage und Werturteile nehmen.

 

„Multisensory Enhancement“

Die Decodierung der sensorischen Signale erfolgt zunächst im unbewussten System mit seinem gigantischen Speicher- und Verarbeitungsvermögen. Nur ein winziger Bruchteil wird vom Autopiloten an das bewusste Reflexionssystem mit seinen beschränkten Kapazitäten weitergeleitet. Die darauf basierenden Schätzungen der Hirnforscher gehen davon aus, dass wir im Alltag zu über 90 Prozent unbewusst entscheiden und handeln.

Ein weiteres archaisches Erbe: Wenn eine Information über mehr als einen Sinn transportiert wird, steigt die Aktivität der Nervenzellen überproportional – ein Reaktionsmuster, das auf den Begriff „Multisensory Enhancement“ – multisensuale Verstärkung – getauft wurde.

Übertragen auf Werbekommunikation: Eine Botschaft, die der Empfänger nicht nur sehen, sondern auch fühlen kann, führt nicht nur zu einer Verdoppelung der neuronalen Aktivität, sondern verzehnfacht sie.

 

Haptische Werbepower

Alle Theorie ist grau – schauen wir uns ein Erfolgsbeispiel aus der Praxis an: einen Würfel namens faltwerk®. Schon auf den 1. Blick zündet er Aufmerksamkeit und Neugier, motiviert zuzugreifen und auszuprobieren. Die Verblüffung wächst. Denn der Würfel lässt sich auf-, um- und weiterklappen bis er sich wieder in der Ausgangsposition präsentiert. Wie funktioniert das?

Die Neugier bleibt – das Spiel beginnt von vorn und mit jedem Blick und Griff öffnen sich auch die aufgedruckten Werbebotschaften, partizipieren an der Aufmerksamkeit für den magischen Würfel.

Nicht nur das – auch die positiven Emotionen, die in der Auseinandersetzung mit dem spannenden Instrument geweckt werden, strahlen auf den Absender zurück. Jeder Griff, um eine neue Klappebene und die auf ihr platzierte Werbebotschaft zu öffnen, aktiviert implizit den händischen Annahme-Code.

Diese positive Einstimmung erhöht die Bereitschaft, die integrierte Werbung als relevant einzustufen, sie bewusst wahrzunehmen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie in Erinnerung zu behalten.

 

Berühren & bewegen

Wissenschaftlich betrachtet basiert die Wirkung der faltwerk®Würfel auf dem Phänomen der multisensualen Verstärkung. Als Informationsträger adressieren sie zugleich den visuellen und den haptischen Sinn, der sowohl unsere Beziehungen zu Menschen als auch Objekten definiert, Glaubwürdigkeit, Verständnis und Vertrauen unterfüttert.

Das sanfte Geräusch beim Umklappen der Würfelelemente integriert darüber hinaus den akustischen Sinn – Wirkungssteigerung 3 Mal hoch 10.

Die neuste Version des Magic Cube steigert die multisensorische Wirkung noch: Kleine unsichtbare Magnete im Inneren setzen weitere haptische Impulse. Auf jeder Ebene, die der Empfänger aufklappt, ist ein minimaler Widerstand zu überwinden – dann gleiten die Botschaften via Bild und Text mit einem sanften Klacken in die perfekte Position.

Woran erinnert Sie das? An das satte Schließen einer Autotür, die als Merkmal von Modellen mit hoher Qualität gilt? Der so genannte Irradiationseffekt sorgt dafür, dass dieses Qualitätskennzeichen auf den Absender des faltwerk®Würfels übertragen wird.

Mit Blick auf all die ungewollte Werbekommunikation – mit diesem Botschafter bewirken sie genau das Gegenteil: Der Empfänger fühlt sich von dem haptischen Eyecatcher angezogen, greift gerne zu und lässt ihn so schnell nicht wieder aus der Hand. Wahres Pull-Marketing, das höchst willkommene Wertschätzung für den Empfänger kommuniziert.

 

Kostenloses Whitepaper

Je länger der magische Würfel im Griff ist, desto höher schätzt sein Empfänger zudem den Wert des Objektes ein. Warum und weitere stichhaltige Gründe für den Einsatz des kostengünstigen und komplett recyclebaren faltwerk® erfahren Sie in dem kostenlosen Whitepaper „faltwerk® - Überraschend, Faszinierend, Wirksam“.

 

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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