Haptisch jeck - warum uns der Karneval berührt

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 18 Februar 2015. Veröffentlicht in Haptik

Haptische Multiplikatoren treiben den Karneval Die fünfte Jahreszeit ist vorbei, die Straßen sind gefegt und der Schrank platzt beinahe vor Süßigkeiten und vielen weiteren Zeugen unserer Sammelleidenschaft. Doch die Feierlaune der Jecken und Narren hat nicht nur Auswirkungen auf deren Alkoholpegel, sondern auch auf die hiesige Wirtschaft. So generiert eine einzige Karnevalssession einen Umsatz von etwa 480 Millionen Euro.

Laut einer Studie der Boston Consulting Group sichert allein der Kölner Karneval auf diese Weise mindestens 5000 Arbeitsplätze, einige davon auch in der Werbeartikelbranche.

Was wäre schließlich der Karneval ohne Kamelle? Beschriftete Schokoladentafeln, Luftballons, bedrucktes Weingummi - die närrische Zeit ist ein Paradies der multisensorischen Werbung.

 

Kundennähe im Karneval

Setzt ein Unternehmen auf Langfristigkeit, so fallen die Aufmerksamkeiten qualitativ ansprechender aus: Schlüsselbänder, Feuerzeuge, Kugelschreiber oder auch wintertaugliche Wärmekissen überleben die fünfte Jahreszeit und bereiten dem umworbenen Kunden möglicherweise sogar eine zweite Session lang haptisch inspirierte Freude.

Während der närrischen Zeit ist also nicht nur von Interesse, welcher Klüngel sich hinter den Vereinsstrukturen abspielt. Auch der direkte Kontakt von Geschäftsleuten zu potentiellen Kunden spielt eine Rolle. Als aktiver Teil des Karnevals schafft man Beziehungen, beweist Nähe und kann im wahrsten Sinne des Wortes mit Werbeartikeln um sich schmeißen.

 

Festliche Multiplikatoren

Deren Wirkung wird vor allem durch zwei Faktoren multipliziert: Da wären zunächst die interagierenden Menschenmassen im Straßenkarneval. Hat ein Narr etwas ergattert, profitieren nicht selten auch weitere Feierfreudige davon. Es dürfte beispielsweise kaum eine andere Zeit des Jahres geben, in der vergleichbar oft Feuerzeuge gezückt und herumgereicht werden.

Nun werden viele traditionelle Karnevalszüge seit Jahrzehnten aber auch im Fernsehen übertragen, wie vorneweg die Düsseldorfer, Kölner und Mainzer Rosenmontagszüge. Ein hochwertiges, auffälliges und gut platziertes Werbeprodukt profitiert von diesem medialen Multiplikator und holt die eigene Werbung von der Straße.

 

Haptisch feiern

Auch Getränkehersteller werben multisensorisch, nicht zuletzt im Karneval. So zum Beispiel die Sion-Brauerei, die das eigene Firmenlogo in ihre Kölschflaschen prägt. So wird die Insignie der Bierfreunde nicht nur genieß-, sondern auch greifbar. Der Kleine Feigling ist gar Besitzer einer eigenen haptischen Identität - erst klopfen, dann trinken!

Schlussendlich drückt sich unser Need of Touch während der Karnevalstage aber auch ganz unwirtschaftlich und persönlich aus, ob beim Handschlag, bei der Umarmung oder beim traditionellen Bützchen. Keine jecke Minute vergeht ohne Berührung - mit Familienmitgliedern und Freunden, aber auch mit Kollegen und Geschäftspartnern.

 

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Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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