Haptisches Denken

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 17 November 2016. Veröffentlicht in Haptik

Ein Meeting jagt das nächste ... Die Agenda der Unternehmensthemen ist komplex – von internen Prozessen, wie z.B. Teambuilding und Projektmanagement, bis zu externen Herausforderungen, ob Neupositionierung oder Produktkommunikation.

Doch wie die Erfahrung zeigt, sind die Ergebnisse nicht selten ernüchternd. Beispielsweise weil sich das hierarchische Gefüge in den Gesprächsanteilen spiegelt, politische Kommunikation authentische Meinungsäußerung überflügelt, introvertierte Zeitgenossen sich auch in Gesprächsrunden in Zurückhaltung üben ...

Bei chronischen Problemen werden – entsprechende Budgets vorausgesetzt – auch gerne Unternehmensberater hinzugezogen. Externe, die mit Hilfe spezifischer Tools und Parameter z.B. den Wert von Arbeitsplätzen vermessen. Meist handelt es sich um Controlling-gesteuerte Prozesse, die einen entscheidenden Einfluss außer Acht lassen – Emotionen.  

Wie auch die Hirnforscher belegen: Gedanken ohne Emotion sind für das Gehirn wertlos.

Der frische Blick von außen bringt bei manchen Aufgabenstellungen Licht ins Dunkel, doch er hat auch seine Grenzen. Das Credo des Unternehmers und -Erfinders Michael Buttgereit lautet: „Ich glaube, alles das, was ein Unternehmen braucht, um erfolgreich zu sein, steckt in einem Unternehmen schon drin. Es muss nur freigesetzt werden.“

Haptisch inspirierte Fragerunden

Das Team von Eigenland® hat eine ausgeklügelte Analysemethode entwickelt, die analoge und digitale Tools verbindet. Dabei werden unternehmensrelevante Bewertungen durchgeführt. Alle beteiligten Mitarbeiter partizipieren an wichtigen Entscheidungsprozessen, was nicht zuletzt das motivierende Gefühl der Wertschätzung auslöst.

Im Mittelpunkt steht spielerische Aktivierung auf non-verbaler Ebene. Der Homo Ludens lässt grüßen!

Die Teilnehmer werden vorzugsweise mit überspitzten Thesen konfrontiert – Extrempositionen, die auch emotional triggern. Ihre Bewertung erfolgt mit farbigen Glasbausteinen, die unterschiedliche Wertigkeit symbolisieren – die Spannbreite reicht von absoluter Ablehnung bis zu 100 Prozent Zustimmung, dazu gibt es zwei Zwischentöne und eine neutrale Mitte.

Statt ihre Meinung verbal zu äußern, platzieren die Mitarbeiter die Farbe ihrer Wahl auf die "Eigenland-Insel“ – anonym und intuitiv. Dabei lenkt die emotionale und implizite Entscheidung den Griff zum Glasstein – weitergehende Reflexionen sind nachgeschaltet, so dass man auf authentische Urteile bauen kann.

Sicht- und greifbar motivieren

Die Ergebnisse der Abstimmungsrunden werden direkt ins iPad übertragen. Die Eigenland-Software übersetzt die Daten visuell in genauso schnörkellose wie vielsagende Balkendiagramme, an denen sich die Einschätzungen von Stärken und Defizite ablesen lassen.

Der große Vorteil für das Unternehmen besteht darin, intern das Wissen und die Potentiale der Mitarbeiter nutzen zu können, sie zu heben und zu stärken. Bis zu 60 Themen können an einem einzigen „Inseltag“ durchgespielt werden. Eine schnelle und effiziente Methode, um weiterführende Erkenntnisse zu gewinnen und in die Tat umsetzen zu können.

Das spielerische Involvement senkt Hemmschwellen, fördert die Kreativität und bringt Freude – eine Motivationsquelle par excellence. Die Integration eines sowohl sicht- als auch greifbaren Tools spielt zudem der multisensorischen Wahrnehmungsbasis des Menschen in die Hände.

Je mehr Sinne angesprochen werden, desto größer die Aufmerksamkeit, Aufnahme- und Erinnerungsfähigkeit. Die Qualitäten haptischer Instrumente – u.a. ihr impliziter Einfluss auf die Emotionen, ihr Talent, selbst abstrakte Sachverhalte be-greifbar zu machen, ihre Fähigkeit, authentische Bewertungen zu wecken – werden zusehends auch von klassisch Ratio dominierten Bereichen genutzt.

Haptisches Denken

Wir kennen das im Ansatz bereits von „Lego Serious Play“ und dem Brickstorming, dem haptischen Denken in der Marktforschung. Dabei werden Legostein-Systeme als haptische Tools eingesetzt, um unbewussten Einstellungen frei zu legen, die Kommunikation zu fördern, die Kreativität zu stärken und Probleme schneller lösen zu können.

Im Vergleich dazu betritt Eigenland®   ein neues, wegweisendes Level, wie die Pioniere unter den Anwendern der Eigenland®-Managementmethode im Film von Kristian Gründling eindrucksvoll bestätigen.

Kai Haake, Geschäftsführer BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater, betont aus langjähriger Erfahrung, dass „… Herausforderungen, die eine gewisse Intuition und gewisse Emotionen bei Mitarbeitern wecken, absolut richtig und nötig (sind). Sie führen auch dazu, dass sich Mitarbeiter stärker öffnen.“

In die gleiche Richtung weist auch die Aussage von „Mr. Cebit“ und langjährigen Ex-Vorstandmitgliedes der Deutschen Messe AG, Ernst Raue: „Hier geht es ja um mehr, hier geht es um Wissen – darum, Potentiale zu heben, die genau da hineinspielen. Das kann spielerisch natürlich viel leichter gehen, als wenn man das völlig verkrampft macht.“

Als Geschäftsführer von Touchmore und des Multisense Institutes freue ich mich, dass auch ich in den Kreis der inspirierenden Persönlichkeiten dieses wegweisenden Films aufgenommen wurde! Auch uns bei Touchmore hat die Managementmethode von Eigenland® in der Anwendung an uns selbst und unseren Kunden sowohl verblüfft als auch begeistert!

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Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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