Wie ein handgeschriebenes Mailing für Response sorgt

am Montag, 03 Juli 2017. Veröffentlicht in Mailing 2.0

Handschriftliche Kundenpost vom Roboter

Handgeschriebenes Mailing ©persoenlich.comWie oft erhalten Sie noch Briefe oder Karten, die der Absender per Hand verfasst hat? Selten? Wenn überhaupt - von guten Freunden oder aus dem Familienkreis?

Was assoziieren Sie mit handgeschriebener Post? Vermutlich emotionale Nähe und Wertschätzung, denn Sie wissen: Das Schreiben mit Federhalter oder Kugelschreiber erfordert mehr Zeit und Mühe, als mal eben ein paar Sätze zu tippen und jeden Fehler mit einem Tastenklick löschen oder mobil gleich via T9 automatisch komplettieren zu können.

Das heutige Dialogmarketing lebt von mehr als einer bloßen Haptik-Nostalgie. Im digitalen Zeitalter zur Rarität mutiert, erfährt die empfundene Wertschätzung bei einer handgeschriebenen Sendung noch eine Steigerung: Denn Handgeschriebenes wird mit „exklusiv“ assoziiert und unterscheidet sich damit wohltuend von der Nachrichtenflut in Standard-Typo. Oder einfacher ausgedrückt: Handschrift schlägt Digital, wie eine aktuelle Mailing-Kampagne demonstriert.

 

Wie ein handgeschriebenes Mailing für Response sorgt

Das E-Commerce-Unternehmen Blacksocks mit Sitz in Zürich, hat sich auf Socken-Abos für die Herrenwelt spezialisiert. Um Kunden, die länger nicht bestellt hatten, zu motivieren, schickte man im Mai 2017 ein persönliches Mailing mit greifbarem Mehrwert und emotionalem Wording an 10.000 Empfänger.

Die Umschläge waren per Hand adressiert und stilecht mit einer - Achtung: auch auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Alltagsembleme - Briefmarke verziert. Natürlich glänzte auch das Anschreiben – stilecht handgeschrieben. Als zusätzlicher Anreiz war ein Gutschein über CHF 20.- beigefügt. Fassbare Wertschätzung auf den 1. Blick – aufmerksamkeitsstark und überzeugend.

 

„Sie fehlen uns“

Die Wortwahl spiegelt kongruent Wertschätzung und persönlichen Service: „Sie fehlen uns.“ Wer hört das nicht gerne? Individuelles Engagement zeigend, folgt die Monatsangabe der letzten Bestellung des jeweiligen Empfängers und die Frage: „Was ist passiert?“ Klingt nach Empathie, oder?

Mit der Redewendung „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ wird die Kundennähe weiter unterstrichen, und der Gutschein – als klassisches Motivationstool – avanciert zur Geste in einer besonderen Beziehung.

 

10 Prozent Wiederbesteller

Die Zwischenbilanz wirft sonnige Schatten voraus. Laut Samy Liechti, Gründer von Blacksocks, ist die Aktion „ein Riesenerfolg“. Bisher hätten bereits 10 Prozent der Mailingempfänger erneut bestellt. Dazu kämen „unzählige Rückmeldungen mit äußerst positivem Feedback“, sei es als Social Media-Kommentar, handgeschriebener Brief oder E-Mail.

Bleibt die Frage, wie diese Riesenmenge persönlicher und handgeschriebener Mailings produziert wurde? Nicht etwa von Aushilfskräften im Dauereinsatz, sondern von einem Computer, der auf die Imitation von Handschriften spezialisiert ist.

Stationiert ist er in diesem Fall bei dem Berliner Start-up Wunderpen. Die Kunden können aus einem Portfolio sofort einsatzbereiter Handschrifttypen wählen, z.B. die verspielte „Antonia“ für informelle Anlässe oder den gradlinig-nüchternen „Conrad“ für BtoB-Korrespondenz buchen.

Alternativ kann man eine Seite mit Handschrift einreichen, die der Maschine als Lernvorlage dient. Beim Socken-Mailing dienten die Unterschriften von sechs Mitarbeitern als Muster.

 

Wahrer Luxus

Den tieferen Grund für den großen Erfolg des Mailings formuliert Samy Liechti so:
„Wahrer Luxus ist heute, wenn sich jemand um einen kümmert.“

Im Sinne emotionaler Kundenbindung werden bei Blacksocks täglich im Schnitt zehn Briefe und Karten geschrieben und mit kleinen Präsenten angereichert – als Dankeschön für große Warenkörbe oder erneute Bestellungen nach Kaufpausen.

 

Herrensocken dürften kaum zu den Produkten zählen, die Emotionen wecken, aber eine Kommunikationspolitik à la Blacksocks sorgt für das kaufmotivierende gute Bauchgefühl, das bei Alltagsprodukten meist den Ausschlag gibt. 

 

P.S.:

Die haptischen Botschafter von Touchmore glänzen ebenfalls mit messbar hohen und höheren Responsequoten als im hier aufgegriffenen Praxisbeispiel. Denn Touchmore-Mailings wie zum Beispiel logoloop®, das Flagschiff des haptischen Storytellings, wecken immer Emotion und überzeugen ihre Empfänger bis in die Fingerspitzen.

 

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