Dialog zwischen Körper und Geist - Was das Gehirn zur Topform braucht

von Olaf Hartmann am Dienstag, 20 August 2013. Veröffentlicht in Neuromarketing

Hirntraining (Bildquelle: stapag)Auf die Frage, was das Hirn trainiert, kommen klassischerweise Antworten wie „Kreuzworträtsel lösen“, „Puzzles legen“, „Sudoku spielen“ oder auch „Klassische Musik hören!“ Doch diese Beschäftigungen steigern nur kurzfristig die Konzentration, wie mittlerweile neurowissenschaftliche Studien belegen. Eine darüber hinausgehende Steigerung kognitiver Fähigkeiten sei nicht zu erwarten.

Eine Erkenntnis, die en detail verifiziert wurde, wie Nicholas Spitzer, Professor für Neurowissenschaften an der University of California, betont. Stattdessen habe man aber einen anderen Schlüssel für Hirnfitness gefunden – Bewegung! Anti-Aging-Spezialisten, die natürliche Methoden bevorzugen, lassen grüßen.

Allerdings ist „Bewegung“ für Spitzer kein Synonym für sportliche Übungen, sondern meint schlicht, aktiv sein und vor allem Sonnenlicht tanken. In einer aktuellen Studie mit Ratten stellte der Neuroforscher fest, dass die Nager – abhängig von Umweltfaktoren – unterschiedliche, das Hirn beeinflussende Chemikalien produzieren, z.B. um Energien für die Winterzeit zu konservieren.

Hören wir auf den evolutionären Impuls, im Schutz einer sicheren Behausung zu bleiben, drosselt das Gehirn den Energieverbrauch. Eine Feedbackschleife, verantwortlich auch für die so genannte Winterdepression, die ansonsten gesunde Menschen in der dunklen Saison in Schwermut versinken lässt.

Ein aktiver Lebensstil gibt dem Körper hingegen das Signal, der kognitiven Funktion viele Ressourcen zu spendieren und fördert damit auch langfristig ein Hirn in Topform. Abgesehen von dem Tipp, draußen zu spielen, sind Denk- und Konzentrationsspiele zwar nicht die erhofften Hirn-Booster, unterstützen allerdings einzelne Fähigkeiten. Beispielsweise können Puzzles helfen, schneller ein neues Objekt zu lernen. Mozart lauschen versetzt das ganze Hirn in Schwingungen – ein beglückender Flow, zumindest für Fans.

Will man jedoch die Denkfähigkeit generell pflegen bzw. erhöhen, braucht es Licht und Bewegung. Die haptische Dimension speist den Geist. Wie alltagstauglich dieser Tipp ist, zeigen z.B. Kreativitätsflauten am Schreibtisch. Ein paar Schritte an der Luft, und die Ideen fließen wieder ...

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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