Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte - Warum das Hirn Infografiken liebt

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 25 Juli 2013. Veröffentlicht in Neuromarketing

Werbeartikel Neuromarketing (Bildquelle: NeoMam)Der Vorzug guter Infografiken, Schau- und Sinnbilder liegt auf der Hand: Sie reduzieren Komplexität und liefern Kernaussagen auf einen Blick. Die Infografik-Designagentur NeoMam hat tiefer recherchiert und eine ganze Liste guter Gründe für den Einsatz visueller Information zusammengetragen – anschaulich dargestellt in einer animierten Grafik.

Visuelle Information ist in den letzten Jahren extrem angestiegen: Laut Recherche von NeoMam kommen sie z.B. seit 1990 auf 400% plus in Büchern, seit 2007 auf satte 9900% mehr im Internet. Die Motive auf Basis der Neuroforschung: 70% aller sensorischen Rezeptoren sind in den Augen angesiedelt. Die von ihnen empfangenen Signale beschäftigen 50% des Hirns, ihre Decodierung ist in weniger als 1/10 Sekunde vollbracht.

Valide Ergebnisse. Doch, vermutlich dem eigenen Arbeitsfeld geschuldet, konzentriert sich NeoMam beim Aspekt Info Overload auf sprachliche Information, wenngleich auch die Bilderschwemme längst inflationär geworden ist. Abgesehen davon, dass Sprache unser Kommunikationsmedium Nr. 1 ist – sie ist auch unverzichtbar, wenn es um komplexe Sachverhalte geht und Tiefgang gefragt ist.

Dennoch gilt, das Hirn liebt schnelle Wiedererkennung und einfach verständliche Information. So wundert es nicht, dass eine einschlägige wissenschaftliche Studie zu dem Ergebnis kommt, dass farbige Infografiken die Bereitschaft zu lesen um 80% erhöhen. Gebrauchsanleitungen werden zu 323% besser umgesetzt, wenn sie von Illustrationen begleitet sind. Vorträge wirken überzeugender auf das Publikum, wenn passende Bilder eingebaut werden: Während die Glaubwürdigkeit bei rein verbaler Präsentation auf 50% kommt, schnellt sie auf 67% hoch, wenn visuelle Information die Botschaften unterstreicht.  

Ein Votum auch für den Einsatz korrespondierender sensorischer Kanäle. Je mehr Sinne die gleiche Botschaft transportieren, desto höher Aufmerksamkeit, Verständnis, Erinnerungsvermögen. Während nur Gehörtes zu 10% wieder aufrufbar ist, erreichen gelesene Botschaften 20%. Gigantische 80% Erinnerungswert verbuchen Informationen, die sowohl den visuellen als auch den haptischen Sinn ansprechen. Dabei kommt dem Tastsinn die Schlüsselrolle zu, das Gesehene zu verifizieren. Als Schnittstelle zwischen Materie und Bewusstsein sorgt die Haptik dafür, dass wir schneller, tiefer und nachhaltiger lernen, wie z.B. diverse Studien der Uniklinik Ulm zeigen. Der Vorzug haptischer Kommunikation in Werbung und Verkauf: Der Overload ist noch längst nicht in Sicht. 

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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