Faszination Lentikular

am Donnerstag, 18 September 2014. Veröffentlicht in Verkaufsförderung

Lentikularbilder – Premiumtool des MarketingsDie Faszination der vom Volksmund auf “Wackelbilder” getauften Linsenrasterbilder kannten schon die Väter unserer Väter. Als Objekte der Begierde lagen sie zum Beispiel in miniaturisierter Form den an Kiosken und vielfach auch in Bäckereien feilgebotenen Wundertüten bei – Vorläufern des späteren Überraschungseis, nur einfacher gehalten, in einer raschelnden Papiertüte, die man oben aufriss, um an den Inhalt zu gelangen.

Ein multisensorischer Hort, die Wundertüte. Von Migration der Moleküle, ganz gleich ob Farbstoffe oder Kunststoff, war damals noch nicht die Rede. 20 Pfennige mussten die Kinderhände in den 60ern für den aufregenden Segen berappen.

Und machmal war eben auch ein heiss begehrtes Wackelbild dabei. Hoch gehandelt auf dem Schulhof, von Hunderten Kinderhänden schier unersättlich bewegt, bewundert, begehrt. Noch heute besitze ich aus jenen Tagen ein zwinkerndes Frauenauge, schlicht in Schwarzweiß, aber ungebrochen in seiner Faszination.

Warum das so ist, können wir heute mit den Erkenntnissen des Neuromarketings entschlüsseln – und uns diese Wissen natürlich gezielt zu Nutzen machen. Es ist besonders die Kombination von optischen Signalen mit haptischen Reizen, die die Bildmotive und Infomationen tief im Langzeitgedächtnis verankert. Die Synchronisierung von sinnlichen Reizen führt zum Effekt der „multisensorischen Verstärkung“.


Der Siegeszug der Wackelbilder

Seit dieser Zeit sind Jahrzehnte ins Land geflogen. Inzwischen sind die Einsatzbereiche dieser für Menschen magischen Technik Legion – außer im Marketing und bei Kinderartikeln findet sie auch als Sicherheitsmerkmal auf Banknoten Verwendung.

Selbst die Schweizer Post hat bereits zwei Sonderbriefmarken in Lentikulartechnik vorgelegt – sinnigerweise zu Ehren des Museums für Kommunikation in Bern, das 2007 seinen 100. Geburtstag feierte.

Auch in die Kunst hat dieses lebendige Kommunikationsmedium Einzug gehalten. Künstler wie beispielsweise Andy Warhol oder auch Sigmar Polke haben dabei Pate gestanden. Die Kinder von heute lernen mit Hilfe der Maus, der aus dem WDR nämlich, wie die Wackelbilder entstehen.

Gearbeitet wird zum einen mit 3-D-Effekten, die dem Bildmotiv einen räumlichen Effekt verleihen. Möglich sind aber auch Bewegungseffekte, bei denen das Auge eine Sequenz von aufeinanderfolgenden Bildern wahrnimmt. Von Klein bis Üppiger stehen formattechnisch viele kreative Spielfelder zur Verfügung – der Bogen spannt sich von der Visitenkarte bis zum Plakat.

Angesichts der immer wieder verblüffenden kommunikativen Fähigkeiten der Lentikulartechnik ist natürlich das Marketing der stärkste Nutzer und damit auch Treiber ihrer schier unendlichen Verwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, die durch neue Patente und Kameras seit Beginn der 70er Jahre weiter befügelt wurde.

Ein schönes Beispiel für den Begehrlichkeit erzeugenden Effekt von Lentikularkreationen ist die Auflagen-treibende Covergestaltung von Zeitschriftentiteln. Beispielsweise das aufgeklebte Lenticularbild eines Spiegel-Covers mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier 2009.

Die Titelzeile “Es kommt so … oder so” verkaufte sich trotz eines verhaltenen Wahlkampfes „recht gut“. „Das Plastik-Gimmick, das einen sechsstelligen Euro-Betrag verschlungen haben dürfte, war dabei sicher ein Verkaufsargument und dürfte bei vielen Spiegel-Käufern als Sammlerstück nicht mit im Altpapier gelandet sein.“

Und für globale Furore sorgte die Kindesmissbrauch-Kampagne, die Grey 2013 in Spanien für die Kinderschutz-Organisation Anar Foundation entwickelte. Outdoordisplays in Lenticulartechnik zeigen ein Jungengesicht: ein unverfängliches Motiv – aus Sicht und Blickwinkel eines Erwachsenen.

Aus der verkürzten Perspektive des Kindes veränderte sich das 3D-Szenario drastisch: ein geschlagenes Jungengesicht mit der Botschaft, sich unter der miteingeblendeten Telefonnummer zu melden und Schutz zu erhalten.

Kein Zweifel also: Das Wackelbild ist erwachsen geworden. Natürlich mit schwankenden Resultaten, schließlich gibt es immer noch – leider auch im professionellen Marketing – technische Qualitäten, die sich deutlich hinter dem State-of-the-Art der Lentikulartechnik bewegen.

Ganz nach dem Motto: Tausche messbare Wirkungsintensität beim Kunden gegen Günstigproduktion, eine mittlere Erfolgsquote ist ja hinreichend. Was beim No-name-Produkt ausreichend erscheint, kehrt sich beim Markenanspruch schnell ins Gegenteil.


Mehr Emotion, mehr Erinnerung, mehr Abverkauf

Das Angebot an Lentikular-Anbietern innerhalb eines durchschnittlichen Qualitätslevels ist reichhaltig. Wesentlich dünner wird die Luft im Premium-Segment. Was Lentikular in der Spitze leisten kann, ist außerordentlich beeindruckend, wie sich an der mehrfach preisgekrönten SuperMotion® HD Lenticular demonstrieren lässt.

Vom Wackelbild zum Lentikulardruck des 21. Jahrhunderts: das erste High Definition Lenticular der Welt wurde möglich durch zwei Jahrzehnte Erfahrung im Lentikulardruck, die besten Lentikularlinsen der Welt, eine eigens kreierte Interlacing-Software sowie exklusiv entwickelte Druckfarben.

Die Folge: ein regelrechter Evolutionssprung. Die SuperMotion kann im Vergleich zum herkömmlichen Wackelbild bis zum Dreifachen mehr an Bildinformationen beinhalten. Im Zeitalter des Content-Marketings werden diese leistungsfähigen Informationsträger zu eigenständigen, multisensorischen und interaktiven Content-Einheiten.

Die Bandbreite an den zu erzielenden 3D-Effekten ist außergewöhnlich groß: Vom Full Depth 3-D, dem Motion-Effekt und dem Morphing-Effekt über den Flip-Effekt bis hin zum ZOOM-Effekt erstreckt sich ein weites Feld, das alle Perspektiven und Anforderungen des Marketings abdeckt.

Eingesetzt werden die Karten als Mailingverstärker + On Print, Geschenkkarten, im Packagingbereich als On-Packs, als Promo-Cards, Visitenkarten und POS-Poster.

Wir sehen: ein traditionelles Kommunikationsinstrument wie das Wackelbild kann, von den Möglichkeiten der heutigen Technik beflügelt, zum Premiumtool des Marketings aufsteigen, dabei gleichzeitig aber auch den ursprünglichen Zauber seiner Faszination bewahren.

 

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