Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

Motivierende Schnupper-Erlebnisse

Gerüche wecken unmittelbar Emotion und Erinnerung

Motivierende Schnupper-Erlebnisse ©stapag

Die Nase ist immer wach! Ob wir im Aktivmodus oder im Reich der Träume sind – pro Sekunde landen Hunderttausend olfaktorische Reize auf ihren Riechzellen. Der Löwenanteil bleibt unbewusst, weil es sich um habitualisierte Information handelt, die eine gewisse Reizschwelle nicht überschreitet, was allerdings nicht bedeutet, dass sie keine Wirkung entfalten kann.

Spontane Aufmerksamkeit wecken hingegen z.B. Duftnoten, die uns auf direktem Weg in die Vergangenheit beamen, der Geruch von Sonnenöl zum letzten Strandurlaub, Vanilleduft in glückliche Kindheitstage, Zitronenaroma in Großmutters blitzsaubere Küche... je nach individuellen und kulturellen Prägungsmustern.

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Haptische Impulse für den E-Commerce

Die haptischen Mailings der Modeversender

Haptische Impulse für den E-Commerce ©stapag

Haptische Mailings stehen wieder hoch im Kurs. Nach zwei Jahrzehnten digitaler Marketing-Ekstase findet eine Art Neubesinnung statt, die viel mit Big Data und Neubewertung zu tun hat. Der Werbewirkung nämlich. Die Lieblingsrendite des Werbungstreibenden.

Interessanterweise und keinesfalls zufällig gehen die stärksten Impulse für die Renaissance des haptisch-multisensorischen Dirketmailings von den Großen des E-Commerce aus wie Amazon, Zalando, Bonprix etc. Klarer Fall: in den Versender-Schaltzentralen des Fashion Business’ werden riesige Datenmengen verarbeitet.

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Eine Print-Anzeige als Outdoor-Erlebnis

Authentischer Imagetransfer

Eine Print-Anzeige als Outdoor-Erlebnis ©stapag

Das klassische Werbeinstrument Print-Anzeige steht bereits seit Jahrzehnten auf dem Prüfstand. Wer im täglich rauschenden Blätterwald nicht nur einen flüchtigen Blick erhaschen will, braucht mehr denn je zündende Ideen, die unmittelbar das Interesse des Empfängers wecken.

Einer der Königswege führt über die Weiterentwicklung der multisensorischen Vorzüge der Printmedien, die sowohl den omnipräsenten visuellen Sinn ansprechen als auch den haptischen Kanal in Form einer Berührung mit der Hand aktivieren. Denn unser Gehirn liebt Print.

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Vernetzte Sinneswelt

Nicht nur die Nase kann schnuppern

Vernetzte Sinneswelt ©stapag

Im Gedächtnisspeicher wimmelt es von Erlebnispäckchen. Denn wir archivieren Erinnerungen nicht als singuläre Daten, sondern als Sets, die aus situativen Sinneseindrücken und Emotionen zusammengesetzt sind.

Düfte sind besonders geeignet, diese Erfahrungsmuster ganzheitlich wieder wachzurufen bzw. den so genannten Priming-Effekt auszulösen.

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Die neuen Fans der Werbebriefe

Online-Händler setzen verstärkt auf analoge Mailings

Die neuen Fans der Werbebriefe ©stapag

Persönlich adressierte Werbepost zählt zu den Klassikern der Werbekommunikation. Sie nicht (mehr) in den Marketingmix zu integrieren ist allerdings von gestern. Die Überzeugungskraft dieser haptischen Botschafter wird zusehends auch von Online-Anbietern genutzt.

Laut aktueller Information der Deutschen Post ein Trend, der 2018 noch deutlich gewachsen ist. Wie Dirk Görtz, Vice President Dialogmarketing, Deutsche Post ausführt: „E-Commerce-Anbieter beziehen zunehmend auch physische Mailings in ihren Media-Mix ein. Dieser Trend hat sich schon 2018 abgezeichnet. Im vergangenen Jahr hat der Online-Handel die Ausgaben für Werbesendungen um mehr als 20 Prozent gesteigert. Damit füllen E-CommerceAnbieter die Lücke, die der klassische Distanzhandel mit dem Rückgang des Katalog-Geschäfts hinterlässt.“

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Neue Einblicke der Emotionsforschung

Die vernetzte Gefühlswelt des Gehirns

Neue Einblicke der Emotionsforschung ©stapag

Über die existenzielle Bedeutung von Gefühlen herrscht bei den Hirnforschern längst kein Zweifel mehr: Sensorische Reize bzw. Signale, die keine Emotion beim Empfänger auslösen, sind für das Gehirn wertlos.

Primärer Auslöser für Emotion: persönliche Relevanz.

Eine Erkenntnis, die für jeden Kontext gilt, natürlich auch für die Gründe, warum Kunden kaufen.

Pioniere des sensorischen Marketings wie die Experten des Multisense Institut beraten auf Basis neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse, interdisziplinär verbunden u. a. mit Erkenntnissen der Psychologie und Verhaltensforschung.

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“Vertrauen ist gut, Print ist besser!”

Facebook in der Print-Reha

Vertrauen ist gut, Print ist besser! ©stapag

Einer der Schlüsselbegriffe in meinen Blogs ist zweifelsfrei das Vertrauen. Vertrauen ist die Grundwährung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Politik, der Marken. Erodiert unser Vertrauen, entstehen Krisen, geraten Systeme und Unternehmen ins Wanken, wie uns die Gegenwart alarmierend lehrt.

Facebook erscheint uns in diesem Zusammenhang wie ein Brennglas, in dem sich die allgemeine Vertrauenskrise des frühen 21. Jahrhunderts manifestiert. Zunächst mehrschichtiger Auslöser und Treiber des Vertrauensverlustes, wurde der Digitalkonzern zusehends zu seinem Symbol, ja sogar zur Marke des Vertrauensbruchs.

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Vom Stellenwert der Verkaufsliteratur

Junge Zielgruppe, obsolete Printinformationen?

Vom Stellenwert der Verkaufsliteratur ©BMW

Was wären wir ohne Print? Sie runzeln mit der Stirn? Denn was soll ich Ihnen als Printbegeisterter schon objektiv vermitteln in Sachen Print? Nun, heute möchte ich Ihnen dazu eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die das moderne Verkaufsleben geschrieben hat und die ich an dieser Stelle für Sie festhalten möchte.

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HORIZONT Werbewirkungsgipfel 2019

„Digital pflückt die Früchte vom Markenbaum – Klassik stärkt den Stamm”

HORIZONT Werbewirkungsgipfel 2019 ©stapag

 300 Entscheider der deutschen Werbebranche haben im Februar 2019 die Premiere des Düsseldorfer Content-Gipfel erlebt. Gastgeber war die Group M als Deutschlands größte Mediaagentur. Die Veranstaltung stand unter dem Motto “Inhalt vor Technik!?“ und erörterte aktuelle Erkenntnisse aus der Werbewirkungsforschung zur Bedeutung von Content und warum Print ein wertvoller und unersetzlicher Kanal für Marken bleibt.

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ASMR – Ton, Berührung & Kopfkribbeln

Auf der Suche nach der verlorenen Körperlichkeit

ASMR – Ton, Berührung & Kopfkribbeln ©stapag

Die 10er Jahre unseres Jahrhunderts erlebten auch die Geburt eines sensorischen YouTube-Phänomens, das wissenschaftlich bislang kaum erforscht ist. "Autonomous Sensory Meridian Response", abgekürzt ASMR, nahm seinen Verlauf ab 2010 zunächst im anglo-amerikanischen Kulturraum und wurde binnen kürzester Frist zu einem globalen Phänomen.

Mehr als 100 Millionen Suchergebnisse erhält inzwischen, wer den Begriff bei Google eingibt, ein Großteil davon natürlich Videos. Die YouTube-Videos selbst werden nicht selten Hunderttausende bis Millionen Male angeklickt. Gute Gründe also, einmal etwas genauer hinzuschauen.

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Die schläfrigste Printanzeige aller Zeiten

Die multisensorische Einbettung von Touch, Sound & Geruch

Die schläfrigste Printanzeige aller Zeiten ©IKEA

Ikea hat es schon immer verstanden, weit mehr als nur ein Einrichtungs-spezialist zu sein. Die Schweden verstehen es wie nur wenige, ihre Kundschaft zu emotionalisieren. Und dies auf allen Produktebenen und bei allen Lifestyle-Themen, für die sie eine Expertise reklamieren.

Ob Möbel und Einrichtungs-gegenstände, Lebensmittel und Gastronomie oder Wohlbefinden und Gesundheit – die Skandinavier zählen zu Pionieren wie auch zu den Meistern des multisensorischen Marketings und kreieren immer wieder kleine Meisterwerke der haptisch-multisensorischen Kommunikation.

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Kunst & Hirnforschung

Die erste Neurowissenschaftlerin im Dienste eines Kunstmuseums

Kunst & Hirnforschung ©stapag

Wer die bildenden Künste liebt, schätzt meist auch Museumsbesuche als Inspirationsquelle. Ob für den geschulten Blick oder Nachwuchsaugen: Es gibt viel zu entdecken. Allerdings – von Ausnahme-Projekten abgesehen – wird dabei vor allem der visuelle Sinn adressiert.

Denn eine der Grundregeln lautet: „Bitte, nicht anfassen“. Dass Kunstschätze vor Übergriffigkeiten geschützt werden müssen, leuchtet selbst Laien ein. Obwohl z.B. bei Skulpturen aus Stein oder Marmor schwindet die Einsicht schon, wenn selbst ein zartes Streicheln mit den Fingerspitzen umgehend einen Wärter auf den Plan ruft.

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Google Merchandising

Googles liebt's haptisch

Google Merchandising ©Google

Wer an Google oder dessen Mutterkonzern Alphabet Inc. denkt, hat Abstraktes im Sinn. Allem voran die allgegenwärtige Suchmaschine, Ursprung und Treiber aller Linkfarmen und anschließender SEO (Search Engine Optimization) “Wissenschaft”. Oder den Google-Kalender, die Google Cloud, gerne auch künstliche Intelligenzen wie DeepMind.

Android, das Betriebssystem für Smartphones mit monopolverdächtigem Verbreitungsgrad, darf natürlich nicht fehlen. Wobei wir gerade bei diesem Stichwort Googles eigene Smartphone-Kreation nicht unerwähnt lassen dürfen. Google zum Anfassen sozusagen. Die Ausnahme in der mittlerweile unendlichen digitalen Produktkette aus Mountain View im Silicon Valley. The Untouchables.

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Haptische Erinnerungsleistungen

Aktuelle Studie belegt: Hapticals fördern Gedächtnisleistung

Haptische Erinnerungsleistungen ©stapag

Zu den Schlüsselargumenten für den Einsatz gegenständlicher Werbeträger zählen die außergewöhnlichen Kontakt- und Erinnerungsquoten. Auch in der aktuellen Werbeartikel-Wirkungsstudie des GWW Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. punkten Hapticals in diesen Kategorien wieder höher als jedes Vergleichsmedium, ob TV-Spots, Anzeigen oder Radiowerbung.

Die Reichweite von Werbeartikeln – in fast jedem deutschen Haushalt zuhause – liegt an einem Durchschnittstag bei 89 Prozent, die ungestützten Recall-Quoten erzielen mit Blick auf das beworbene Produkt bzw. den Absender in der Bilanz 70 Prozent.

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Vom Kommunikationsmedium zum Sinnesreizmedium

Warum Menschen Print jetzt mehr denn je brauchen

Vom Kommunikations- zum Sinnesreizmedium ©stapag

In einem aktuellen Interview mit der Informationsplattform Print Power reflektiert der Marken- und Multisensory-Experte Martin Lindstrom die Bedeutung von Print in der heutigen Gesellschaft. Dabei belässt er es nicht bei Relevanz-Hinweisen aus Marketersicht, sondern rekurriert auf die psychologische Bedeutung von Printprodukten im Zusammenhang mit taktilen Interaktionen.

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Print-Magie

Spitzentechnologie trifft Old School

Print-Magie ©VW/ NORD DDB

Spitzentechnologie trifft Old School – und wird buchstäblich fassbar. Auf diesen - scheinbar widersprüchlichen – Nenner lässt sich eine Anzeigenkampagne bringen, die die schwedische Agentur NORD DDB für ihren Kunden VW ersonnen hat. Auf den unbeleuchteten Landstraßen Schwedens ereignen sich alljährlich Zehntausende Unfälle durch Kollisionen mit Wild.

Die Lösung für ein scheinbar lange Zeit unlösbares Problem: eine Nachtsichtfunktion. Alles ins Rollen brachte schließlich der Auftrag, die neue Nachtsichtfunktion für den VW Touareg adäquat in Szene zu setzen, das Nutzenversprechen durch Werbung begreifbar zu machen. Das Medium der Wahl: „The Power of Print“. Denn Print vermittelt Vertrauen, wie selbst Facebook und Co bereits erkannt haben.

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Die Magie des Experientialismus

Die Erlebniswirtschaft und wie wir uns von den Dingen abwenden

Die Magie des Experientialismus ©stapag

Vor einiger Zeit habe ich in meinem Blog #instagrammable moment vor allem für Branchen wie Tourismus, Gastronomie und Fashion angemerkt: „Wer keine #instgrammablen Kulissen- und Produkterlebnisse kreiert, verliert. Weil er auf dem Bildernetzwerk nicht stattfindet. Aus den Augen, aus dem Sinn. Zumindest wenn Millennials die Zielgruppe bilden.”

In diesem Zusammenhang lohnt ein näherer Blick auf die „Kulissenerlebnisse” und mit ihr auf die Erlebnisökonomie. Eine Reihe von Studien wirft ein Schlaglicht auf eine tiefgreifende Veränderung unserer Konsumgewohnheiten. Ungeachtet äußerer Begleitumstände und Gegebenheiten geben wir mehr Geld aus, Dinge zu tun als Dinge zu kaufen.

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„Wir brauchen eine Berührungskunde“

Die Urform der Kommunikation

„Wir brauchen eine Berührungskunde“ ©stapag

Bruno Müller-Oerlinghausen, Jahrgang 1936, deutscher Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie, zählt zur Garde der auch international renommierten Medizinern und Forschern. Von 1975 bis zu seiner Emeritierung im April 2001 hatte er an der Freien Universität Berlin eine Professur für Klinische Psychopharmakologie inne.

Dies sei vorausgeschickt, da sich mit Müller-Oerlinghausen ein Wissenschaftler zum Thema Tastsinn zu Wort meldet, der in seinem langen Berufs- und Forscherleben eigentlich andere Schwerpunkte gesetzt hat. Was seine Erkenntnisse keinesfalls schmälert. Ganz im Gegenteil: viele Forschungs- und Erkenntniswege münden früher oder später interdisziplinär in die Beschäftigung mit unserem Tastsinn.

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Das Ende des Konsums?

“Wenn Daten den Handel überflüssig machen”

Das Ende des Konsums? ©KPMG/GDI

In diesem Frühjahr wurde eine neue Studie der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) vorgelegt. Titel der Handelsdystopie: “Das Ende des Konsums. “Wenn Daten den Handel überflüssig machen”. Nicht das also, was man gemeinhin unter “Good News” assoziiert.

Die Studie beleuchtet den Weg des Handels in den nächsten drei Dekaden, also rund bis zur Mitte des Jahrhunderts. Für diesen perspektivischen Ausritt haben sich die Autoren zweieinhalb Jahre Zeit genommen. Genügend Zeit mithin, um einen fundierten Ausblick zu generieren. Und der hat es in sich.

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„Mit den Händen sehen - mit den Augen fühlen"

Die Haptik der Kunst

Mit den Händen sehen - mit den Augen fühlen ©stapag

Im Zusammenhang mit meinem Blogbeitrag Touch als Grundlage der menschlichen Erkenntnis kamen mir Goethes immer wieder zitierte Worte in den Sinn: „Mit den Händen sehen - mit den Augen fühlen". Diese Metapher führt besonders in der Kunstwelt ein virulentes Dasein – bis heute.

Ihr Ursprung reicht übrigens noch weit hinter Goethe zurück. So ist der Vers „Mit den Augen fühlen und mit dem Gefühl sehen" der Oper Giasone von Francesco Cavalli aus dem Jahre 1649 zuzuordnen.

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