Motivierende Werbepost

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 14 März 2019. Veröffentlicht in Mailing 2.0

Der Hype E-Mailing flaut ab

Aufgeklappte Kommunikationsflächen des Faltwerkwürfels Wie viele E-Mails erhalten Sie pro Tag? Wie viele davon sind für Sie relevant? Wie oft fragen Sie sich, wo all die Spammer Ihre E-Mail-Adresse gekapert haben?

Was vor einer Dekade noch als kostengünstig(st)er Werbekanal zu (potentiellen) Kunden gefeiert wurde, hat mittlerweile viel von seinem Glanz eingebüßt. Das omnipräsente, breit gestreute Kauf-mich-Getöse erntet(e) schon in der analogen Werbewelt wachsenden Überdruss und Reaktanz – warum sollte die digitale Steigerung der Angebotsflut eine andere Reaktion hervorrufen? Realiter potenziert sie den Nervfaktor weiter; das Netz ist prall gefüllt mit Tipps gegen Spam.

 

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 13 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Die Tür zu einem haptisch-multisensorischen Lebenskosmos

Messebesucher starren auf ihre SmartphonesKeine Bange, ich möchte hier und heute kein Literaturseminar auf den Spuren von Marcel Proust vom Zaun brechen. Obwohl er für die Gehirn- und Gedächtnisforschung von durchaus gewichtiger Bedeutung ist. Sie erinnern sich: Der Geschmack und Geruch seines in Lindenblütentee getunkten "Petite Madeleine"-Gebäcks versetzt den Erzähler in "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" in seine Kindheit – mit all ihren Erinnerungen.

Die verlorene Zeit, die wir heute suchen, ist die, die uns unsere Smartphone-Screens rauben. Lebens- und Arbeitszeit, die wir in den digitalen Untiefen der Diffusionsmedien aussäen, ohne Früchte dafür zu erhalten. Ein schöner Allgemeinplatz, dem Sie gewiss zustimmen werden. Um gleich einen mentalen Haken daran zu setzen und weiter zu wischen auf Ihrem Screen.

 

Auf der Suche nach der verlorenen Screenzeit

von Olaf Hartmann am Dienstag, 12 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Vom Retransfer verströmter Online-Ressourcen ins Offline-Leben

Personen vor ihren mobile KommunikationsgerätenIn meinem letzten Blog Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hatte ich in Anlehnung an den US-amerikanischen Sachbuch-Autor und Speaker Paul Greenberg den gedankenlosen Umgang mit unseren mobilen Kommunikationsgeräten aufgegriffen. Dabei gerieten die dort investierten Ressourcen Geld und vor allem auch Zeit in den Blick.

Greenberg nun hat sich die Mühe gemacht, den unwiderbringlich verlorenen Ressourcen Äquivalente aus der Offline-Welt an die Seite zu stellen. Was könnte anstelle der digital verströmten Lebenszeit und den ausgelösten Kostenposten im Offline Bleibendes bzw. Weiterführendes gestaltet werden? Der Einfachheit halber bezogen auf den Zeitraum von einem Jahr.

 

Eine neue Sicht auf Kunden und ihre Bedürfnisse

von Olaf Hartmann am Montag, 11 März 2019. Veröffentlicht in Hapticals

Lebensstil als Leitmotiv

Besucherpublikum an einem MessestandIn der Sozialpsychologie hat man sich längst von tradierten Schichtenmodellen verabschiedet und stattdessen Milieus und Lebensstile in den Fokus gerückt. Ein flexibles Modell, das die fortschreitende Ausdifferenzierung moderner Gesellschaften spiegelt.

Im Laufe der vergangenen Dekaden wuchs die Anzahl der Milieus mit spezifischen Werten, Verhaltensmustern, Interessen usw. kontinuierlich. Demographische Daten wie Alter und Geschlecht werden zwar weiter zugeordnet, spielen aber schon aufgrund all ihrer Überschneidungen keine Schlüsselrolle mehr.

 

Die Macht der Binsenweisheiten

von Olaf Hartmann am Freitag, 08 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Das private Individuum hinter dem öffentlichen User

Facebook-Messestand auf der dmexcoMark Zuckerberg, der Arme, der inzwischen eher als Getriebener seines eigenen Netzwerkes erscheint denn als sein Gestalter, greift zur Binse, um seine Deutungshoheit wiederzuerlangen. Und diesmal liegt er gar nicht soweit daneben. Denn neben unserer durch die sozialen Netzwerke herausgearbeiteten exhibitionistischen Ader verfügen wir auch immer noch über das Urbedürfnis der Privatheit und Nähe.

Und so erklärt uns Zuckerberg: “As I think about the future of the internet, I believe a privacy-focused communications platform will become even more important than today's open platforms. Privacy gives people the freedom to be themselves …” Eine Zäsur, eine Kehrtwendung um 180 Grad.

 

Die Zukunft des Lesens

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 07 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Interdisziplinäre Metastudie mit über 170.000 Teilnehmern

Sitzendes Kind liest ein BuchFür die Dauer von vier Jahren wählen wir hierzulande unsere Länderregierungen und unsere Bundesregierung. Ein Zeitraum, in dem viel verändert und weiterentwickelt kann, aber auch verloren werden kann – durch Nichtstun. Oder so tun als ob.

Nichtstun, die Gegebenheiten und beschleunigten Dynamiken einfach und unreflektiert hinnehmen ist eine der gefährlichsten Begleiterscheinungen unserer Zeit. Einen Gegenentwurf dazu verkörpert das EU-finanzierte europäische Forschungsnetzwerk Evolution of Reading in the Age of Digitisation (E-READ).

 

Embodiment - verstehen & behalten

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 06 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Print behält seine lernpädagogische Relevanz

Mann und Frau lesen BücherIn meinem letzten Blog über Die Zukunft des Lesens habe ich die Metastudie des europäische Forschungsnetzwerk Evolution of Reading in the Age of Digitisation (E-READ) und die Stavanger Erklärung der beteilgten Wissenschaftler aufgegriffen.

Im Kern beschäftigt sich E-READ mit der Frage, wie wir im Hybrid-Zeitalter von Lesen und Schreiben die zur Verfügung stehenden digitalen und analogen Ressourcen Altersgruppen- und nutzungsbezogen optimal ausschöpfen und verbinden können.

 

Printmedien für Entspannung und Inspiration

von Olaf Hartmann am Dienstag, 05 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Auch die Analogkultur blüht weiter

Frau liest Zeitung auf BahnsteigAuf Umfragen basierende Studien der Marktforscher können weder Empathie für die Zielgruppe ersetzen noch implizite (Kauf)Motive erhellen. Doch sobald es um Updates in einer höchst komplexen Welt geht, liefern sie nach wie vor wertvollen Input zu überindividuellen gesellschaftlichen Entwicklungen quer durch die Altersstufen.

Die jährlich erhobene best for planning – b4p –gilt als umfassendste Erhebung unter deutschen Konsumenten. Im Fokus: aktuelle Entwicklungen in Kaufverhalten und Mediennutzung sowie die Wünsche, die Menschen hegen.

 

#instagrammable moments

von Olaf Hartmann am Montag, 04 März 2019. Veröffentlicht in Hapticals

Das Leben an der schönen Oberfläche

Zwei Kitesurfer im AtlantikDie einen lieben sie, die anderen reagieren eher genevt auf die Hashtagwelt. Bekannt wurden sie vor allem durch den Kurznachrichtendienst Twitter, zum Lifestyle-Narrativ vollends durch Instagram.

Selbstinszenierung (Selfies) trifft auf den schönen Schein. Instagramfähig müssen sie sein, die Locations und schönen Dinge des Lebens bis hin zum coolen Outfit. Die Instagrammisierung des Lebens fördert Trends und Subtrends, die die Gründer der Bilderplattform kaum auf der Rechnung gehabt haben dürften.

 

Haptik hautnah

am Freitag, 01 März 2019. Veröffentlicht in Haptik

Das boomende Bedürfnis nach Berührung

Mann berührt Frau im GesprächInsbesondere in den Ballungsräumen wachsen Singlekultur und Einsamkeit. Die um sich greifende digitale Vernetzung kann das Bedürfnis nach empathischen Beziehungen und echter Nähe nur peripher erfüllen.

Mit Blick auf die aktuelle Situation entpuppt sich Social Media zusehends als Spielwiese für Nar(r)zissten, mehr oder weniger subversive Werbebotschaften und Vorschub für die Illusion, allseits verbunden zu sein.

 

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