Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

Aktuelle Erkenntnisse
aus der Verhaltenspsychologie, den Neurowissenschaften
und dem multisensorischen Marketing.

Welcher unserer Sinne ist für Twitter-User der wichtigste?

Vom Fingerspitzengefühl der digitalen Community

Screenshot Twitter-Poll Sensorisches System

Haptik-Features und Tastsinn-Forschungsergebnisse haben Konjunktur. Ob Wissenschaft, Feuilleton oder Marketing: die Vermessung unseres Tastsinns brummt. Inzwischen verbreiten sich populärwissenschaftliche Darstellungen des Themas auch an der Basis.

Doch damit nicht genug. Selbst in der digitalen Community ensteht so etwas wie ein taktiles Bewusstsein. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich nutzen viele Neurowissenschaftler und -Marketer auch die sozialen Netzwerke zur Verbreitung ihrer Forschungsergebnisse und Erfahrungen.

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Berührende Momente

„Der Tastsinn ist nicht ersetzbar“

Menschen begrüßen und berühren sich

Die anti-Haptik Tendenzen der Technik-Evolution durch das Übermaß an zweidimensionalen Angeboten, wie sie der Haptik-Pionier Matthias Grunwald auf den Nenner bringt, sorgen andererseits für einen zunehmend bewussteren, interdisziplinären Umgang mit unserem Tastsinn.

Es ließe sich auch so formulieren: den anti-Haptik Tendenzen der Technik ist eine zunehmend stärkere Haptik-Lobby erwachsen. Man denke an die Stavanger-Erklärung als ein jüngstes signifikantes Signal, hinter dem Technik-Apologeten sogleich eine haptische Verschwörung witterten.

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Berühren und Vertrauen

“Mehr Handshakes, weniger Umarmungen”

Mann berührt Frau an Schulter

Don’t touch me: Im ersten Teil zum neuen Trend der entkörperlichten Kommunikation, wie sie Roger Dooley als Reaktion in den Unternehmen und im B2B als Folge des #metoo Diskurses in einem Blogbeitrag beschreibt, haben wir die problematischen Folgen der radikalen so genannten “Pence-Regel” aufgegriffen.

Für weitreichender, da subtiler, hält Dooley allerdings den von ihm so getauften “Biden-Effekt”, wie er ihn zunehmend beobachtet. Was ihn umtreibt, ist das Trendpotential des Effektes – und dessen unabsehbare Folgen. Unerwünschte Nebenwirkungen gewissermaßen der ansonsten zweifelsfrei berechtigten Forderungen berührungsreaktanter Menschen, Frauen wie Männer.

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Don’t touch me!

Die entkörperlichte Kommunikation

Bühnendarsteller simulieren Ablehnung mit ihren Händen

Trends kommen und gehen, zumeist nehmen sie ihren Ursprung jenseits des großen Teiches. Ihre Zahl ist Legion, ihre Spur zieht sich durch alle sozioökonomischen Bereiche. Ausnahmen: keine.

Roger Dooley nun, profilierter und einflussreicher US-Neuromarketer, argwöhnt, einem neuen Trend in unserem Sozialverhalten auf der Spur zu sein. Einem Trend auf leisen Sohlen, der Entkörperlichung der Kommunikation am Arbeitsplatz. Mit ungeahnten Folgen.

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Eindeutig “zu viele zweidimensionale Angebote”

Die Folgen des anti-haptischen Techniktrends

Frau mit VR-Brille

In einem aktuellen Interview nimmt der renommierte Haptik-Forscher Martin Grunwald Stellung zu der Frage, was passiert, wenn unser Leben immer digitaler wird.

Streaming, die 5G-Technologie und das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things), die Entdinglichung unserer Welt: unseren Händen kommt die stoffliche Welt zusehends abhanden. Bleibt ihnen am Ende nur, einen ratlose Raute zu formen?

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Die neue Werbewelt aus Kundensicht

Die Hand das ultimative Prüfinstrument

Vier Frauen blicken auf Smartphones

Die digitale Euphorie kühlt zusehends ab, auch wenn es um Online-Marketing geht. Eine kürzlich publizierte Untersuchung des BSI Brand Science Institute nahm 120 Digital-Activation-Programme von Markenherstellern ins Visier und interviewte dazu rund 1.300 TeilnehmerInnen.

Das Kernergebnis: 70 Prozent dieser digitalen Aktivierungs-Maßnahmen lösen das Ziel erfolgreicher Verkaufsförderung nicht ein. Wie Dr. Nils Andres, Geschäftsführer des BSI und Initiator der Studie kommentiert: „Zwei Drittel aller von uns befragten Kunden bemängeln den hohen Anteil redundanter Informationen, die im Kaufprozess wenig informativ und kauftreibend wirken. Im Sales Funnel haben wir in unserer Untersuchung erhebliche Mängel in der Abstimmung der Touchpoints untereinander gefunden, die auch durch klassische Customer-Journey Modelle bisher nicht berücksichtigt werden.“

Wie man in diesem Kontext bessere Ergebnisse erzielt, erläutert das BSI in seiner Studienpublikation ebenfalls.

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Spiel’s mir in die Hände

Botschaften, die uns nicht mehr loslassen

Ein Faltwürfel mit Kalenderfunktion

Wie jede Agentur stehen auch wir im Gedankenaustausch mit unseren Kunden. Feedback, Referenzen, neue Aufgabenstellungen, Tipps und Tricks – Agenturalltag eben.

Dazwischen eingestreut auch immer wieder einmal persönliche Geschichten über unverhoffte Begegnungen mit unseren Hapticals. Wie diese hier eines Kunden.

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Die multifunktionale Qualität von Berührungen

“Wir denken uns nicht selbst, wir fühlen uns”

Altes Paar hält seine Hände

Die Haptik beschäftigt uns in zunehmendem Maße, sei es in Wissenschaft, Kultur oder in unserem Alltag. Die schillernden Facetten unseres Tastsinns und ihre Bedeutung für unsere Existenz als soziale und kommunizierende Wesen werden uns fast täglich bewusster.

Ein wesentlicher Indikator für diese Entwicklung ist die anziehende Frequenz von Beiträgen zu unserem Tastsinn, zu seiner Relevanz, zu seinen Bedingungen und zu seinem Beziehungsgeflecht mit unseren anderen Sinnen. Die Auseinandersetzung mit der Haptik hat Einzug gehalten in Wissenschaft, Technik und Feuilleton.

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Magic Mail

Werbepost, die Sonne ins Herz zaubert

Überraschte Frau blickt Schmetterling nach

Ob und wie eine Werbebotschaft ankommt, hängt auch von der Grundstimmung ihrer Empfänger ab. Ein zielgruppenübergreifender Einflussfaktor, um nicht zu sagen Garant für gute Laune ist Sonnenschein in belebender Dosis.

Der motivierende Cocktail, den Sonnenlicht spendiert, beinhaltet u. a. Vitamin D, in Pillenform auch im Einsatz gegen den so genannten Winterblues, sowie das Glückshormon Serotonin, dessen Produktion ebenfalls angeregt wird.

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Spüre Dich selbst!

Dein Leben im “Zeitalter der Aufmerksamkeitssauger”

Nachdenklicher Mann berührt sein Gesicht

Yuval Noah Harari ist ein bekannter israelischer Historiker und Buchautor. Er lehrt an der Universität von Jerusalem, sein bislang aktuellstes Werk, “21 Lessons for the 21st Century”, hat er 2018 vorgelegt. Darüber und über seine Positionen hat er nach unmittelbar Erscheinen mit dem US-amerikanischen Philosophen, Neurowissenschaftler und Schriftsteller Samuel Benjamin „Sam“ Harris diskutiert.

Ein wichtiger Bezugspunkt: die Bedeutung und Relevanz von Meditation. Harari zeigt sich überzeugt: Nie war sie wichtiger als heute, im Jahrhundert der grenzenlosen Ablenkungen, der schrankenlosen Diffusion. Angeheizt von den Aufmerksamkeitsvampiren des Silicon Valley, den Designern von Produkten, die uns gezielt süchtig machen.

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„Millionen Klicks bedeuten nicht automatisch Millionen Umsätze“

Man kann sich optisch und akustisch berieseln lassen, haptisch aber nicht

Der Haptik-Experte Olaf Hartmann

Nach langer Inkubationszeit markiert das Jahr 2019 offenbar auch in Marketing und Werbung einen Paradigmenwechsel. Onlinewerbung hat vom Glanz des  Alleskönners eingebüßt. Die Renaissance klassischer, analoger Marketingdisziplinen ist eine direkte Folge. In diesem Zusammenhang gerät auch die Relevanz der haptisch-multisensorischen Kommunikation in den Fokus.

Diese Neujustierung der Perspektivik lässt sich auch auch bei den Marketing-Gazetten wie Horizont und w&v belegen. Das haptisch-multisensorische Marketing hat sein redaktionelles Mauerblümchendasein abgestreift und sich im Relevant Set der Redaktionen verankert. Unser Hirn braucht eben Halt.

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Sound is Touch

Die richtige Berührung zur richtigen Zeit

Visualisierung von Schallwellen und Fingerabdruck

Ein Paradigmenwechsel liegt in der Luft: von der monosensorischen Visualität des digital life “hin (zurück) zum Menschen als einem multisensorischen Wesen” . Zu diesem Zweck rückt Matthew Bennett, Head of Sound + Sensory Design bei Microsoft, ein holistisches Menschenbild ins Zentrum seiner Überlegungen.

Dabei setzt er bei seiner Kernkompetenz an, dem Sounddesign. Die moderne Klanglandschaft mit ihren Geräten und Apps hat für Bennett vor allem den Charakter einer “fragmentierten und halbfunktionellen Audiowelt”, die enervierende Klänge emittieren. “Time and attention are among our most valuable resources. The last thing we need is more sounds competing for our attention.” Also sagt Microsofts oberster Sounddesigner dieser Lärmbelästigung den Kampf an.

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Mehr sehen, weniger fühlen

Die Welt ist kein Flachbildschirm

Antistress-Werbeartikel auf einer Digitalmesse

Kein Zweifel, die Gleichlaufschwankungen in den globalen Systemen im noch jungen 21. Jahrhundert sind kaum zu ignorieren. Doch was ist zu tun? Einfache Lösungen existieren nicht, denn die Herausforderungen sind so mehrschichtig wie komplex.

Hilfreich ist das Fokussieren auf konstitutive Fehlentwicklungen, deren Analyse und das Aufzeigen weiterführender Korrekturen und Ansätze. Matthew Bennett, Head of Sound + Sensory Design bei Microsoft, nimmt sich in diesem Bestreben gleich einer fundamentalen Dissonanz an, wie ich sie in meinem Blogbeitrag Die Geburt der Aufmerksamkeitssauger bereits angerissen habe.

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2007: Die Geburt der Aufmerksamkeitssauger

“Die digitalen Erlebnisse wirken jetzt wie eine Last”

Personen starren auf ihre Smartphones

Eine Meldung der der Funke Mediengruppe lässt aufhorchen. Danach hat sich die Krankentage-Frequenz aufgrund psychischer Probleme in der Dekade zwischen 2007 und 2017 mehr als verdoppelt.

In Zahlen liest sich das so: von 48 Millionen auf 107 Millionen Erkrankte. Potenzierung des ökonomischen Schadens: von 12,4 Milliarden Euro auf 33,9 Milliarden Euro. Man kann das, je nach politischer Lesart, als einkalkulierten Arbeitnehmer-Verschleiß der Wirtschaft apostrophieren.

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“Wieso die Haptik im E-Commerce entscheidend ist”

Der Tipping-Point für die Haptik-Relevanz

Frau hält Produkt-Samples

Das Horizont-Interview mit GroupM-Geschäftsführer Boris Schramm im Januar 2019 hatte für einigen - zustimmenden - Wirbel in der Agenturszene gesorgt und ganz nebenbei den Düsseldorfer Content-Gipfel der GroupM präludiert.

Es scheint, dass dieser Gipfel tatsächlich zu einer Art Tipping-Point im Denken der Kreativen und Marketer bezüglich der Haptik-Relevanz geworden ist. Einer der auffälligen Indikatoren: Quantität wie Qualität der redaktionellen Beiträge zur Haptik ziehen spürbar an. Insbesondere die Horizont setzt sich hier als Thementreiber an die Spitze.

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Die Haptikforschung blüht auf

Sachbücher zum Tastsinn boomen

Mann liest in aufgeschlagenem Buch

Lange Jahre führte die Haptikforschung ein Schattendasein. Doch jetzt scheint der Wendepunkt erreicht – immer mehr Studien bringen Licht in die vielfältigen Aufgaben und Qualitäten des komplexen Sinns für Berührung und Bewegung.

Ein Beitrag des Deutschlandfunks konstatiert anlässlich der Leipziger Buchmesse, dass jetzt auch Sachbücher zu Haptik und Tastsinn Konjunktur feiern, und stellt diverse Neuerscheinungen kurz und bündig vor.

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Wissenschaftlich fundierte Antworten zu den Werbe-Wirkungseffekten von Print

„Anfassen und vertrauen“

Cover der ersten Metaanalyse Print

Im Herbst 2018 wurde die weltweit erste Metaanalyse zur Werbewirkung von Print vorgestellt. Die Vermessung des Werbewirksamkeitspotentials von Print entstand über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr.

Das Remscheider Multisense Institute analysierte im Auftrag der Creatura-Initiative des f:mp. (fachverband medienproduktion) mehr als 300 internationale Werbestudien, die die Werbewirkung von Print und Druckveredelung untersuchen.

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„Unser Hirn liebt Haptik”

„Crossmedia ist Trumpf“

horizont-Bericht vom Content-Gipfel

Rund 300 Kreative und Marketer erlebten die Premiere des Content-Gipfel 2019 im Februar in Düsseldorf. Eingeladen hatte die Group M als Deutschlands maßgeblicherr Printplaner. Unter dem Motto “Inhalt vor Technik!?“ diskutierten Teilnehmer und Referenten aktuelle Erkenntnisse aus der Werbewirkungsforschung zur Bedeutung von Content und deren Umsetzung für Media und Kommunikation.

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"Facebook und Co wissen … , dass Print Vertrauen vermittelt"

Nach dem Technologie-Jahrzehnt wieder Werbewirkung im Fokus

Diverse Printmailings, 3-D-Mailing

Ein Horizont-Interview mit Boris Schramm hat für Wellengang der ausgeprägteren Art in der hiesigen Werbe- und Marketingbranche gesorgt. Und natürlich für - durchaus zustimmende - Resonanzen, denn auf die war sein Interview erkennbar ausgelegt.

Nun ist Boris Schramm nicht irgendwer, sondern Geschäftsführer des Werbemedienriesen Group M und somit Deutschlands einflussreichster Printplaner. Nach einem Jahrzehnt der Technologiegetriebenheit sieht er für die herannahende Dekade den Fokus der Verlage und Contentlieferanten wieder bei der “Werbewirkungs- und Neuromarketing-Forschung”.

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Die Grenzen der Telefonwerbung

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Frauenhände bedienen Smartphone-Display

Kein Einzelfall! Gerade wieder alle Hände voll zu tun und das Handy bimmelt. Die Telefonnummer auf dem Display kenne ich nicht. Statt den Anruf einfach wegzuwischen, hat der Daumen schon auf Annahme gedrückt, während der Hörer Richtung Ohrmuschel wandert: „Ja, bitte?“

Hätte ich mir doch denken können. Mal wieder ein Werbeanruf, natürlich unbestellt. Jetzt endlich mal die Frage loswerden: „Woher haben Sie meine Rufnummer?“ Auf einmal Rauschen in der Leitung...

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