Das Ende des Konsums?

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 24 April 2019. Veröffentlicht in Neuromarketing

“Wenn Daten den Handel überflüssig machen”

Einband der neuen KPMG/GDI-StudieIn diesem Frühjahr wurde eine neue Studie der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) vorgelegt. Titel der Handelsdystopie: “Das Ende des Konsums. “Wenn Daten den Handel überflüssig machen”. Nicht das also, was man gemeinhin unter “Good News” assoziiert.

Die Studie beleuchtet den Weg des Handels in den nächsten drei Dekaden, also rund bis zur Mitte des Jahrhunderts. Für diesen perspektivischen Ausritt haben sich die Autoren zweieinhalb Jahre Zeit genommen. Genügend Zeit mithin, um einen fundierten Ausblick zu generieren. Und der hat es in sich.

 

„Mit den Händen sehen - mit den Augen fühlen"

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 18 April 2019. Veröffentlicht in Haptik

Die Haptik der Kunst

Atlantik-Gemälde mit Collage-ElementenIm Zusammenhang mit meinem Blogbeitrag Touch als Grundlage der menschlichen Erkenntnis kamen mir Goethes immer wieder zitierte Worte in den Sinn: „Mit den Händen sehen - mit den Augen fühlen". Diese Metapher führt besonders in der Kunstwelt ein virulentes Dasein – bis heute.

Ihr Ursprung reicht übrigens noch weit hinter Goethe zurück. So ist der Vers „Mit den Augen fühlen und mit dem Gefühl sehen" der Oper Giasone von Francesco Cavalli aus dem Jahre 1649 zuzuordnen.

 

Touch als Grundlage der menschlichen Erkenntnis

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 17 April 2019. Veröffentlicht in Haptik

Ein neues Erkenntnismodell für KI

Grafik: 100 subjektive menschliche GefühleDie Forschungen zur Bedeutung unseres Tastsinns haben Verstärkung von unerwarteter Seite bekommen. So mehren sich in jüngerer Zeit Beiträge zum Thema von KI-Spezialisten (Künstliche Intelligenz, auch AI als Artificial Intelligenz oder Deep Learning).

In einem meiner jüngeren Blogbeiträge habe ich über einen Twitter-Poll des des US-Neurowissenschaftlers Kevin Wright berichtet, der seine Twitter-Follower fragte, welcher unserer Sinne ist für Twitter-User der wichtigste ist? Überraschendes Ergebnis: der Tastsinn obsiegte knapp vor dem Sehvermögen.

 

“Haptische Rückschau”

von Olaf Hartmann am Dienstag, 16 April 2019. Veröffentlicht in Haptik

Gedanken über letzte Dinge

Sammlung Kaffeekannen Uhren auf SchrankZum Ende des vergangenen Jahres hat Rainer Moritz ein kleines Bändchen vorgelegt, in dem er Abschied von seinem Vater und übergreifend von dessen Generation nimmt: „Mein Vater, die Dinge und der Tod“.

Schon der Titel setzt das Thema: Es geht um die ansteckende Berührung, um die Botschaften der Objekte. Genauer: um die Magie der Dinge, in diesem Fall um die Objekte und Gegenstände, mit denen sich sein verstorbener Vater umgeben, inmitten derer er gelebt hat. Eine dingliche Wohngemeinschaft gewissermaßen, vom Mobiliar über Nippes und Souvenirs bis zu Zeugnissen der DIY-Kultur.

 

Berührung als Belohnung

von Olaf Hartmann am Montag, 15 April 2019. Veröffentlicht in Haptik

Mehr Fühltests fürs Marketing

Hand vor Kugelstoßpendel als DekorationsgegenstandDie wachsende Bedeutung der Haptikforschung spiegelt sich jetzt zusehends auch in einer medialen Berichterstattung, die nicht nur das Fachpublikum adressiert. Beliebter Fokus: die Macht der Berührung im Alltag.

Überschätzen kann man sie kaum. Wie es der Haptik-Pionier Dr. Martin Grunwald auf den Punkt bringt: „Berührungen sind ein regelrechtes Lebensmittel“.

Mehr noch – im Interview mit dem Multisense Institut betont Grunwald, dass der ganze Körper ein Tastsinnessystem sei: „Jede unserer Bewegungsformen – egal, was wir tun – ist ein Tast-Akt. Nur im Weltall sind wir der Macht der Schwerkraft enthoben.“

 

Prägungsmuster entscheiden Duftpräferenzen

von Olaf Hartmann am Freitag, 12 April 2019. Veröffentlicht in Neuromarketing

Wie umschmeicheln Sie die Nasen Ihrer Kunden?

Mann riecht an einer DuftprobeDie Luft ist mit Duftmolekülen geschwängert – die Nase 24 Stunden auf Empfang. Manche Gerüche nehmen wir kaum noch wahr, andere rufen direkt angenehme oder Assoziationen wach. Ihre Wirkung verfehlen sie allerdings nie.

Denn „die Nase hat sozusagen eine direkte Standleitung in die Gehirnareale des  limbisches Systems, zuständig für Emotionen und Stimmungen, sowie in den Hippocampus, verantwortlich für Erinnerung und Gedächtnis“, sagt einer, der es wissen muss.

 

Welcher unserer Sinne ist für Twitter-User der wichtigste?

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 11 April 2019. Veröffentlicht in Haptik

Vom Fingerspitzengefühl der digitalen Community

Screenshot Twitter-Poll Sensorisches SystemHaptik-Features und Tastsinn-Forschungsergebnisse haben Konjunktur. Ob Wissenschaft, Feuilleton oder Marketing: die Vermessung unseres Tastsinns brummt. Inzwischen verbreiten sich populärwissenschaftliche Darstellungen des Themas auch an der Basis.

Doch damit nicht genug. Selbst in der digitalen Community ensteht so etwas wie ein taktiles Bewusstsein. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich nutzen viele Neurowissenschaftler und -Marketer auch die sozialen Netzwerke zur Verbreitung ihrer Forschungsergebnisse und Erfahrungen.

 

Berührende Momente

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 10 April 2019. Veröffentlicht in Haptik

„Der Tastsinn ist nicht ersetzbar“

Menschen begrüßen und berühren sichDie anti-Haptik Tendenzen der Technik-Evolution durch das Übermaß an zweidimensionalen Angeboten, wie sie der Haptik-Pionier Matthias Grunwald auf den Nenner bringt, sorgen andererseits für einen zunehmend bewussteren, interdisziplinären Umgang mit unserem Tastsinn.

Es ließe sich auch so formulieren: den anti-Haptik Tendenzen der Technik ist eine zunehmend stärkere Haptik-Lobby erwachsen. Man denke an die Stavanger-Erklärung als ein jüngstes signifikantes Signal, hinter dem Technik-Apologeten sogleich eine haptische Verschwörung witterten.

 

Berühren und Vertrauen

von Olaf Hartmann am Dienstag, 09 April 2019. Veröffentlicht in Neuromarketing

“Mehr Handshakes, weniger Umarmungen”

Mann berührt Frau an SchulterDon’t touch me: Im ersten Teil zum neuen Trend der entkörperlichten Kommunikation, wie sie Roger Dooley als Reaktion in den Unternehmen und im B2B als Folge des #metoo Diskurses in einem Blogbeitrag beschreibt, haben wir die problematischen Folgen der radikalen so genannten “Pence-Regel” aufgegriffen.

Für weitreichender, da subtiler, hält Dooley allerdings den von ihm so getauften “Biden-Effekt”, wie er ihn zunehmend beobachtet. Was ihn umtreibt, ist das Trendpotential des Effektes – und dessen unabsehbare Folgen. Unerwünschte Nebenwirkungen gewissermaßen der ansonsten zweifelsfrei berechtigten Forderungen berührungsreaktanter Menschen, Frauen wie Männer.

 

Don’t touch me!

von Olaf Hartmann am Montag, 08 April 2019. Veröffentlicht in Neuromarketing

Die entkörperlichte Kommunikation

Bühnendarsteller simulieren Ablehnung mit ihren HändenTrends kommen und gehen, zumeist nehmen sie ihren Ursprung jenseits des großen Teiches. Ihre Zahl ist Legion, ihre Spur zieht sich durch alle sozioökonomischen Bereiche. Ausnahmen: keine.

Roger Dooley nun, profilierter und einflussreicher US-Neuromarketer, argwöhnt, einem neuen Trend in unserem Sozialverhalten auf der Spur zu sein. Einem Trend auf leisen Sohlen, der Entkörperlichung der Kommunikation am Arbeitsplatz. Mit ungeahnten Folgen.

 

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Hier bloggt das Touchmore Team zu den Erkenntnissen der Verhaltenspsychologie, der Neurowissenschaften, des multisensorischen Marketings und der Haptikforschung.

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