Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

Spüre Dich selbst!

Dein Leben im “Zeitalter der Aufmerksamkeitssauger”

Nachdenklicher Mann berührt sein Gesicht

Yuval Noah Harari ist ein bekannter israelischer Historiker und Buchautor. Er lehrt an der Universität von Jerusalem, sein bislang aktuellstes Werk, “21 Lessons for the 21st Century”, hat er 2018 vorgelegt. Darüber und über seine Positionen hat er nach unmittelbar Erscheinen mit dem US-amerikanischen Philosophen, Neurowissenschaftler und Schriftsteller Samuel Benjamin „Sam“ Harris diskutiert.

Ein wichtiger Bezugspunkt: die Bedeutung und Relevanz von Meditation. Harari zeigt sich überzeugt: Nie war sie wichtiger als heute, im Jahrhundert der grenzenlosen Ablenkungen, der schrankenlosen Diffusion. Angeheizt von den Aufmerksamkeitsvampiren des Silicon Valley, den Designern von Produkten, die uns gezielt süchtig machen.

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Sound is Touch

Die richtige Berührung zur richtigen Zeit

Visualisierung von Schallwellen und Fingerabdruck

Ein Paradigmenwechsel liegt in der Luft: von der monosensorischen Visualität des digital life “hin (zurück) zum Menschen als einem multisensorischen Wesen” . Zu diesem Zweck rückt Matthew Bennett, Head of Sound + Sensory Design bei Microsoft, ein holistisches Menschenbild ins Zentrum seiner Überlegungen.

Dabei setzt er bei seiner Kernkompetenz an, dem Sounddesign. Die moderne Klanglandschaft mit ihren Geräten und Apps hat für Bennett vor allem den Charakter einer “fragmentierten und halbfunktionellen Audiowelt”, die enervierende Klänge emittieren. “Time and attention are among our most valuable resources. The last thing we need is more sounds competing for our attention.” Also sagt Microsofts oberster Sounddesigner dieser Lärmbelästigung den Kampf an.

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Mehr sehen, weniger fühlen

Die Welt ist kein Flachbildschirm

Antistress-Werbeartikel auf einer Digitalmesse

Kein Zweifel, die Gleichlaufschwankungen in den globalen Systemen im noch jungen 21. Jahrhundert sind kaum zu ignorieren. Doch was ist zu tun? Einfache Lösungen existieren nicht, denn die Herausforderungen sind so mehrschichtig wie komplex.

Hilfreich ist das Fokussieren auf konstitutive Fehlentwicklungen, deren Analyse und das Aufzeigen weiterführender Korrekturen und Ansätze. Matthew Bennett, Head of Sound + Sensory Design bei Microsoft, nimmt sich in diesem Bestreben gleich einer fundamentalen Dissonanz an, wie ich sie in meinem Blogbeitrag Die Geburt der Aufmerksamkeitssauger bereits angerissen habe.

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2007: Die Geburt der Aufmerksamkeitssauger

“Die digitalen Erlebnisse wirken jetzt wie eine Last”

Personen starren auf ihre Smartphones

Eine Meldung der der Funke Mediengruppe lässt aufhorchen. Danach hat sich die Krankentage-Frequenz aufgrund psychischer Probleme in der Dekade zwischen 2007 und 2017 mehr als verdoppelt.

In Zahlen liest sich das so: von 48 Millionen auf 107 Millionen Erkrankte. Potenzierung des ökonomischen Schadens: von 12,4 Milliarden Euro auf 33,9 Milliarden Euro. Man kann das, je nach politischer Lesart, als einkalkulierten Arbeitnehmer-Verschleiß der Wirtschaft apostrophieren.

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“Wieso die Haptik im E-Commerce entscheidend ist”

Der Tipping-Point für die Haptik-Relevanz

Frau hält Produkt-Samples

Das Horizont-Interview mit GroupM-Geschäftsführer Boris Schramm im Januar 2019 hatte für einigen - zustimmenden - Wirbel in der Agenturszene gesorgt und ganz nebenbei den Düsseldorfer Content-Gipfel der GroupM präludiert.

Es scheint, dass dieser Gipfel tatsächlich zu einer Art Tipping-Point im Denken der Kreativen und Marketer bezüglich der Haptik-Relevanz geworden ist. Einer der auffälligen Indikatoren: Quantität wie Qualität der redaktionellen Beiträge zur Haptik ziehen spürbar an. Insbesondere die Horizont setzt sich hier als Thementreiber an die Spitze.

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Die Haptikforschung blüht auf

Sachbücher zum Tastsinn boomen

Mann liest in aufgeschlagenem Buch

Lange Jahre führte die Haptikforschung ein Schattendasein. Doch jetzt scheint der Wendepunkt erreicht – immer mehr Studien bringen Licht in die vielfältigen Aufgaben und Qualitäten des komplexen Sinns für Berührung und Bewegung.

Ein Beitrag des Deutschlandfunks konstatiert anlässlich der Leipziger Buchmesse, dass jetzt auch Sachbücher zu Haptik und Tastsinn Konjunktur feiern, und stellt diverse Neuerscheinungen kurz und bündig vor.

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Wissenschaftlich fundierte Antworten zu den Werbe-Wirkungseffekten von Print

„Anfassen und vertrauen“

Cover der ersten Metaanalyse Print

Im Herbst 2018 wurde die weltweit erste Metaanalyse zur Werbewirkung von Print vorgestellt. Die Vermessung des Werbewirksamkeitspotentials von Print entstand über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr.

Das Remscheider Multisense Institute analysierte im Auftrag der Creatura-Initiative des f:mp. (fachverband medienproduktion) mehr als 300 internationale Werbestudien, die die Werbewirkung von Print und Druckveredelung untersuchen.

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Die Tür zu einem haptisch-multisensorischen Lebenskosmos

Messebesucher starren auf ihre Smartphones

Keine Bange, ich möchte hier und heute kein Literaturseminar auf den Spuren von Marcel Proust vom Zaun brechen. Obwohl er für die Gehirn- und Gedächtnisforschung von durchaus gewichtiger Bedeutung ist. Sie erinnern sich: Der Geschmack und Geruch seines in Lindenblütentee getunkten "Petite Madeleine"-Gebäcks versetzt den Erzähler in "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" in seine Kindheit – mit all ihren Erinnerungen.

Die verlorene Zeit, die wir heute suchen, ist die, die uns unsere Smartphone-Screens rauben. Lebens- und Arbeitszeit, die wir in den digitalen Untiefen der Diffusionsmedien aussäen, ohne Früchte dafür zu erhalten. Ein schöner Allgemeinplatz, dem Sie gewiss zustimmen werden. Um gleich einen mentalen Haken daran zu setzen und weiter zu wischen auf Ihrem Screen.

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Auf der Suche nach der verlorenen Screenzeit

Vom Retransfer verströmter Online-Ressourcen ins Offline-Leben

Personen vor ihren mobile Kommunikationsgeräten

In meinem letzten Blog Auf der Suche nach der verlorenen Zeit hatte ich in Anlehnung an den US-amerikanischen Sachbuch-Autor und Speaker Paul Greenberg den gedankenlosen Umgang mit unseren mobilen Kommunikationsgeräten aufgegriffen. Dabei gerieten die dort investierten Ressourcen Geld und vor allem auch Zeit in den Blick.

Greenberg nun hat sich die Mühe gemacht, den unwiderbringlich verlorenen Ressourcen Äquivalente aus der Offline-Welt an die Seite zu stellen. Was könnte anstelle der digital verströmten Lebenszeit und den ausgelösten Kostenposten im Offline Bleibendes bzw. Weiterführendes gestaltet werden? Der Einfachheit halber bezogen auf den Zeitraum von einem Jahr.

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Die Macht der Binsenweisheiten

Das private Individuum hinter dem öffentlichen User

Facebook-Messestand auf der dmexco

Mark Zuckerberg, der Arme, der inzwischen eher als Getriebener seines eigenen Netzwerkes erscheint denn als sein Gestalter, greift zur Binse, um seine Deutungshoheit wiederzuerlangen. Und diesmal liegt er gar nicht soweit daneben. Denn neben unserer durch die sozialen Netzwerke herausgearbeiteten exhibitionistischen Ader verfügen wir auch immer noch über das Urbedürfnis der Privatheit und Nähe.

Und so erklärt uns Zuckerberg: “As I think about the future of the internet, I believe a privacy-focused communications platform will become even more important than today's open platforms. Privacy gives people the freedom to be themselves …” Eine Zäsur, eine Kehrtwendung um 180 Grad.

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Die Zukunft des Lesens

Interdisziplinäre Metastudie mit über 170.000 Teilnehmern

Sitzendes Kind liest ein Buch

Für die Dauer von vier Jahren wählen wir hierzulande unsere Länderregierungen und unsere Bundesregierung. Ein Zeitraum, in dem viel verändert und weiterentwickelt kann, aber auch verloren werden kann – durch Nichtstun. Oder so tun als ob.

Nichtstun, die Gegebenheiten und beschleunigten Dynamiken einfach und unreflektiert hinnehmen ist eine der gefährlichsten Begleiterscheinungen unserer Zeit. Einen Gegenentwurf dazu verkörpert das EU-finanzierte europäische Forschungsnetzwerk Evolution of Reading in the Age of Digitisation (E-READ).

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Embodiment - verstehen & behalten

Print behält seine lernpädagogische Relevanz

Mann und Frau lesen Bücher

In meinem letzten Blog über Die Zukunft des Lesens habe ich die Metastudie des europäische Forschungsnetzwerk Evolution of Reading in the Age of Digitisation (E-READ) und die Stavanger Erklärung der beteilgten Wissenschaftler aufgegriffen.

Im Kern beschäftigt sich E-READ mit der Frage, wie wir im Hybrid-Zeitalter von Lesen und Schreiben die zur Verfügung stehenden digitalen und analogen Ressourcen Altersgruppen- und nutzungsbezogen optimal ausschöpfen und verbinden können.

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Printmedien für Entspannung und Inspiration

Auch die Analogkultur blüht weiter

Frau liest Zeitung auf Bahnsteig

Auf Umfragen basierende Studien der Marktforscher können weder Empathie für die Zielgruppe ersetzen noch implizite (Kauf)Motive erhellen. Doch sobald es um Updates in einer höchst komplexen Welt geht, liefern sie nach wie vor wertvollen Input zu überindividuellen gesellschaftlichen Entwicklungen quer durch die Altersstufen.

Die jährlich erhobene best for planning – b4p –gilt als umfassendste Erhebung unter deutschen Konsumenten. Im Fokus: aktuelle Entwicklungen in Kaufverhalten und Mediennutzung sowie die Wünsche, die Menschen hegen.

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Haptik hautnah

Das boomende Bedürfnis nach Berührung

Mann berührt Frau im Gespräch

Insbesondere in den Ballungsräumen wachsen Singlekultur und Einsamkeit. Die um sich greifende digitale Vernetzung kann das Bedürfnis nach empathischen Beziehungen und echter Nähe nur peripher erfüllen.

Mit Blick auf die aktuelle Situation entpuppt sich Social Media zusehends als Spielwiese für Nar(r)zissten, mehr oder weniger subversive Werbebotschaften und Vorschub für die Illusion, allseits verbunden zu sein.

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Eine haptische Verschwörung?

Steckt hinter der Stavanger Erklärung eine Ideologie?

Laptops, Tablets, diskutierende Kongressbesucher

Nils Minkmar, Autor im Kulturressort des Spiegel, hat in einem seiner jüngeren Kommentare lesenswerte Gedanken zur deutschen Identitätskrise dargelegt.

Eingedenk des nicht enden wollenden öffentlichen Gezankes zu wichtigen wie auch vor allem nichtigen Anlässen bescheinigt er dem Land eine “Vorliebe für identitätspolitische Minimalskandale”. Ja, Minkmar geht sogar einen Schritt weiter und bescheinigt uns: Wir leben “ … in einer neuen Epoche, der des Minimalskandals”.

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AdBlocker - Kein Bock auf Online-Werbung?

Was AdBlocker-User antreibt

Grafik zur Nutzung von Adblockern

Für Werber ein altbekanntes wie lästiges Problem: AdBlocker. Installiert auf dem heimischen PC und natürlich auch auf den mobilen Endgeräten vieler Nutzer.

Lästig? Vor allem auch ein teures Problem. Werbers Werbung wird gar nicht erst auf den Screens ausgespielt. Ein relevanter Teil der Zielgruppe fällt Online sozusagen flach. Was natürlich impliziert, dass die AdBlocker-abstinenten Nutzer Online-Werbung die gewünschte wie auch notwendige Aufmerksamkeit zuteil werden lassen.

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Neue haptisch-multisensorische Erlebnisräume

Das immersive Theater und die sensorische Inszenierung

Screenshot Homepage Krieg der Welten

In der Kunst des 20. Jahrhunderts gab es schon früh Bestrebungen, die Trennung von Kunst und Alltag zu überwinden. Eine exponierte Kunstform für diese Initiativen war natürlich das Theater – und ist es auch heute noch.

Seit vielen Jahren sogar wieder verstärkt. Das interaktive oderauch immersive Theater, simplifizierend gerne als „Mitmach-Theater“ apostrophiert, hat Konjunktur. Bei diesem Theaterformat wird das Publikum und mit ihm jedes einzelne Besucherindividuum interagierender Teil der Aufführung. Alle werden zu Schauspielern und erleben eine neue Realität.

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Haptik und das Internet der Dinge

Kleine Dinge mit großer Wirkung

USB-Sticks-Automodelle im Smartphonedisplay

Im Zuge der allgegenwärtigen Digitalisierung nimmt auch das Internet der Dinge (IoT für Internet of Things) sprunghaft Fahrt auf. Aktuelle Studien prognostizieren bis zum Jahre 2025 der vernetzten Dingwelt ein Volumen von 100 Milliarden Einheiten. Und das ist erst der Anfang!

Umgerechnet auf die Erdbevölkerung wären das 14 mit dem Internet verbundene Geräte pro Kopf. Gesteuert über die Cloud durch Programme und Apps. Unsere Hände sind dabei immer weniger im Spiel. Allenfalls über den Griff zum Smartphone zwecks Appcheck, sprich Steuerung und Kontrolle der sich verselbstständigen Objekte.

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Gattungsstudie “Der Faktor Print”

Top-Werbewirkung in Print

Infografik zur Werbewirkung von Printmedien

Print bewegt die Gemüter. Erst unlängst hat das Multisense Institut in Kooperation mit der Creatura-Initiative die weltweit erste Metaanalyse zur Werbewirkung von Print vorgelegt. Auf Basis von rund 300 ausgewerteten Einzelstudien haben die Initiatoren die Vermessung des Werbewirksamkeits-potentials von Print geleistet.

Bei dem hohen Interesse am Medium Print ist es kaum verwunderlich, dass die Flut an diesbezüglichen aktuellen Einzelstudien keinen Abriss erfährt. Nun hat der der Zeitungsvermarkter Score Media in Zusammenarbeit mit Annalect nachgelegt.

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Das Ei als haptisch-multisensorisches Symbol

#TalkingEgg #WeGotThis #EggGang

Das Osterfest naht. Ein vorzüglicher Anlass zur Kundenpflege. Gerade in diesem Jahr. Warum? Ganz simpel: Nie war die Aufmerksamkeit für das Ei größer. Woran ich das festmache? Am Instagram-Ei. 10 Millionen Abonnenten, rund 52,5 Millionen Likes (Stand Februar 2019) für das erste am 4. Januar 2019 gepostete Bild auf world_record_egg.

Ein simples Zahlenspiel? Nicht ganz. Wir reden schließlich über einen ei(n)samen Instagram-Rekord. Binnen 9 Tagen erreichte das Ei-Bildnis das vom Accountbetreiber selbstgesteckte Ziel von 18 Millionen Likes und pulverisierte den Rekord der bis dahin amtierenden Likes-Queen, das Instagram- und TV-Soap-Sternchen Kylie Jenner.

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