Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

2007: Die Geburt der Aufmerksamkeitssauger

“Die digitalen Erlebnisse wirken jetzt wie eine Last”

Personen starren auf ihre Smartphones

Eine Meldung der der Funke Mediengruppe lässt aufhorchen. Danach hat sich die Krankentage-Frequenz aufgrund psychischer Probleme in der Dekade zwischen 2007 und 2017 mehr als verdoppelt.

In Zahlen liest sich das so: von 48 Millionen auf 107 Millionen Erkrankte. Potenzierung des ökonomischen Schadens: von 12,4 Milliarden Euro auf 33,9 Milliarden Euro. Man kann das, je nach politischer Lesart, als einkalkulierten Arbeitnehmer-Verschleiß der Wirtschaft apostrophieren.

2007: Die Geburt der Aufmerksamkeitssauger

Mich aber lässt noch etwas anderes aufhorchen, vielleicht etwas tiefer versteckt im Hintergrundrauschen der Zahlen, genauer: der Erhebungszeitraum. 2007 führte Apple seine Smartphone-Modellreihe ein. Mit dem iPhone begann der eigentliche Siegeszug der sozialen Netzwerke, allen voran natürlich Facebook (in seiner heutigen Form verfügbar seit 2004).

2007 markiert also in der Geschichte der Digitalisierung eine Zäsur, die eigentliche Geburt der Aufmerksamkeitssauger, der auf Suchterzeugung designten Produkte und Plattformen. Der globale Siegeszug in Rekordzeit sucht seinesgleichen. Es scheint mir nicht abwegig, diesen Zusammenhang zumindest additiv zu berücksichtigen.

Microsoft: Multisensorischer Paradigmenwechsel

Unterstützung erfahre ich bei diesen Überlegungen zu den psychosozialen Folgen der Digitalisierung aus der interdisziplinären Wissenschaft, aber auch vereinzelt von Vertretern der US-Digitalkonzerne. Am weitesten und fundiertesten hat sich unlängst Matthew Bennett vorgewagt.

Nun ist Matthew Bennett nicht irgendwer, sondern seines Zeichens der verantwortliche Microsoft-Manager für Sound + Sensory Design. In einem unlängst publizierten Blogbeitrag formuliert er nichts weniger als einen multisensorischen Paradigmenwechsel. Nicht nur für den Redmond-Konzern, sondern für die globale digitalisierte Gesellschaft.

“Die digitalen Erlebnisse wirken jetzt wie eine Last”

Bennet steigt in seine Überlegungen ein mit einem Zitat seines Microsoft-Kollegen Albert Shum, ebendort verantwortlich als CVP of Design (Customer Value Proposition, Nutzenversprechen): “Wir sind abgelenkt, deprimiert und überwältigt. Die digitalen Erlebnisse, die einst unterhaltsam, reizvoll und hilfreich waren, wirken jetzt wie eine Last, ein Zustand, dem wir hoffentlich entkommen können.”

Welches multisensorische Paradigma Matthew Bennett postuliert, und vor allem welche Überlegungen ihn dorthin führen, ist Gegenstand meines nächsten Blogbeitrages Mehr sehen, weniger fühlen.

Gleich hier kann ich Ihnen aber vorab einen sensorischen Fingerzeig geben, wie Sie ihre digital überreizte und Aufmerksamkeits-defizitäre Klientel neu einhegen und bewegen: gratis und kompakt in unserem Whitepaper zum haptischen Dialogmarketing.

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