Die nächste Evolutionsstufe von Ad Fraud 2018

von Olaf Hartmann am Montag, 05 Februar 2018. Veröffentlicht in Haptik

“Wie Online Advertiser ihr Marketingbudget verbrennen”

Laptop, Printmaterialien, Notizbuch und Kugelschreiber Alle Jahre wieder: Zum Jahreswechsel überbieten sich sich die Instanzen und Kryphäen mit Prognosen zum Jahresverlauf. Seien es Wahlen, Demographie, Wirtschaft oder Marketing, um nur einige herauszugreifen: Es hagelt Zahlen, Indikatoren und Prozente.

Das war und ist in 2018 natürlich auch nicht anders. Deutschland hat noch immer keine Regierung, die Wirtschaft brummt, selbst viele Langzeitarbeitslose finden einen Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt.

Und doch gibt es auch ein paar neue Tendenzen, wenn man genauer hinschaut. So ist beispielsweise augenscheinlich der so genannte “Staatstrojaner.

des BKA im Einsatz. Gekauft wurde er bereits 2013, doch jetzt erst bekam die Bundesbehörde sozusagen die “Betriebserlaubnis” für ihre Überwachungssoftware.

 

Die nächste Evolutionsstufe von Ad Fraud 2018

Soll Sicherheit stiften und wohl auch ein wenig das Sicherheitsgefühl der Bundesbürger anreichern. Aber ob zumindest Letzterem dadurch wirklich gedient ist, sei dahingestellt. Wer infiziert sich schon gerne?

Ausgesprochen mies sollte es allerdings mit dem Sicherheitsgefühl der werbungtreibenden Wirtschaft bestellt sein. Lautet die Betrugsprognose doch: “Nächste Evolutionsstufe von Ad Fraud – Worauf sich das Mobile Marketing in 2018 einstellen muss”. Apropos Prognosen, Sie wissen schon …

 

Das Online-Budget eines Werbetreibenden anzapfen

Und was war doch gleich noch mal “Fraud”? Das Gabler Wirtschaftslexikon vermerkt dazu: “Fraud (lat. fraus, fraudis: Betrug, Täuschung; engl. Betrug, Fälschung, List, Schwindel, Unterschlagung) ist ein Sammelbegriff für verschiedene Arten von Wirtschaftskriminalität i.A. und von Unternehmenskriminalität im Besonderen.”

Und damit zur nächste Evolutionsstufe von Ad Fraud in diesem Jahr, dem so genannten “SDK Spoofing”: “Auch im Jahr 2018 entwickeln Betrüger immer neue Methoden, Daten und Einnahmen von Werbetreibenden zu stehlen. In diesem Jahr ist ‘SDK Spoofing’ die neueste Form des mobilen Ad Frauds, der das Budget eines Werbetreibenden anzapft, indem legitim aussehende Installationen generiert werden, ohne dass echte Installationen stattfinden.”

 

“Somit verbrennen Advertiser ihr Marketingbudget”

Keine Sorge, ich will an dieser Stelle keinen Workshop zum SDK Spoofing vom Zaune brechen. Nur soviel: Die Betrüger kommen über Apps, die sie wie ein Trojanisches Pferd nutzen. Das können ihre Eigenentwicklungen sein oder auch solche Apps, die sie unter ihre Kontrolle gebracht haben. Der Autor selbst spricht übrigens von einem “riesige(n) Sprung in der Evolution von Fraud”.

Für den User durchaus nützlich, produzieren diese Apps für die kriminellen Akteure im Hintergrund reale Gerätedaten. Die Folge: “SDK Spoofing sorgt dafür, dass App Installs gemessen werden, die niemals stattfinden. Somit verbrennen Advertiser ihr Marketingbudget.”

 

Schutzmaßnahmen werden aufwändiger, komplexer – und nerviger

Natürlich kann man sich dagegen schützen – wenn man den Betrugsfortschritt erkannt hat und der “Abwehrmarkt” bereits entsprechende Software zum Schutz entwickelt hat. Aber abgesehen von der Verfügbarkeit: Die Schutzmaßnahmen werden mit steigendem Sicherheitsrisiko stetig aufwändiger, komplexer – und nerviger. Und zwar für beide: User und Marketer.

Die Folge derneuen Evolutionsstufe von Ad Fraud: Auch die Appstores von Apple und Google/Android werden unsicherer, ablesbar auch an der steigenden Anzahl von entfernten Apps. Darüber hinaus steigt die Downloadzahl von Adblockern. Online-Marketer zu sein ist sicher kein Vergnügen. Nicht was die Budgets anbelangt, die zum Verpulvern angereicht werden. Sondern die Datenbrüchigkeit erzielter Interaktion und Response.

 

“Die Werbetreibenden mit den größten Budgets sehen den meisten Fraud”

Dazu nach einmal der eingangs zitierte Beitrag: “Wie immer gilt: die Werbetreibenden mit den größten Budgets und den höchsten Auszahlungen pro Install sehen den meisten Fraud.”

Das sollte auch dem feurigsten Matador des Online-Marketings zu denken geben, den Blick etwas über den digitalen Tellerrand anzuheben. Ja , es gibt ihn nach wie vor, den Marketingmix. Seiner Bedeutung nach die wirkungsvollste Verbindung von Offline- und Online-Marketing.

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Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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