Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

Haptik beflügelt Didaktik

Whitepaper „The Teaching Power of Touch”

Haptik beflügelt Didaktik

Schon bei unseren ersten Lernprozessen sind die Hände im Spiel. Zarte zwölf  Wochen jung, nuckelt ein Embryo bereits an seinem Däumchen und genießt die sich damit einstellende Entspannung.

Noch bevor der neue Erdenbürger mehr als hell und dunkel unterscheiden kann, empfängt er prägende Berührungssignale wie weich, warm, kühl, greift nach den liebevollen Händen, die ihn füttern, und nach allem, was in Reichweite kommt.

Sobald die Motorik – ebenfalls eine Dimension der Haptik – geschulter ist, gehen Kleinkinder auf Erkundungstouren, begreifen die Welt um sich herum im wahrsten Sinne des Wortes und mit allen Sinnen ...

Dabei beflügelt insbesondere die Haptik die Didaktik der Lebenswelt. Denn was wir mit Händen fassen und bewegen können, beschleunigt den Lernprozess, fördert das Verständnis, prägt sich nicht nur tiefer ein, sondern ist auch besser abrufbar. Das gilt ein Leben lang.

Was die Embodiment-Forscher als Tu-Effekt bezeichnen, kennen wir schon aus der Alltagserfahrung.

Prägnantes Beispiel: Wenn es um das Erlernen einer neuen Technik geht – ob Tennisspielen oder das Bedienen eines digitalen Gerätes –, schlägt die Praxis immer die theoretische Vermittlung. Aber auch wenn abstrakte Sachverhalte zu erfassen sind, steigern die Dimensionen der Haptik den Lernerfolg prägnant.

Ein Beispiel aus der Forschung: Dr. Kiefer und Team dachten sich 64 so genannte „Nobjects“ aus – undefinierbare Objekte, z.B. aus verschachtelten Dreiecken oder miteinander verschmolzenen Kugeln geformt, versehen mit diversen Griffarten, wie z.B. Henkel oder Stil, bezeichnet mit Phantasienamen wie „ovon“ und „belb“.

Während eine Teilnehmergruppe die Nobjects nur als Abbildung zu sehen bekam, wurde der anderen Gruppe empfohlen, spezifische Handbewegungen zu den unbekannten Dingen auszuführen. Aufgabe der Teilnehmer war es, sich die Namen sowie die Kategorie der jeweiligen Objekte einzuprägen.

Drei Wochen später wurden die Probanden befragt, an welche Nobjects und übergeordnete Kategorien sie sich erinnern könnten. Die TeilnehmerInnen mit der haptischen Erfahrung waren doppelt so schnell wie die Vergleichsgruppe und hatten sowohl mehr Nobject-Bezeichungen als auch -Kategorien parat.

 

Mit Haptik Didaktik erfolgreicher werben

Schon in jungen Jahren verlagert sich die Vermittlung der Lehrinhalte zusehends auf den audiovisuellen 2D-Kanal – ob im Kinderzimmer, auf Schulbänken oder in Hörsälen. Ringsum steigt dazu die Flut der Bilder und Worte aus expandierenden Medienkanälen, während die haptische Erfahrung mitsamt ihren Qualitäten untertaucht.

Diese Entwicklung reduziert die potentielle Wirkung einer Botschaft auf ganzer Linie. Zumal mit jedem weiteren sensorischen Kanal, der die gleiche Botschaft transportiert, die Aktivität der Neuronen um das Zehnfache steigt. Das von den Hirnforschern entdeckte Phänomen der so genannten multisensory enhancement garantiert mehr Aufmerksamkeit, tieferes Verständnis und bessere Gedächtnisleistung.

Die Schlüsselrolle der Haptik formulierte schon 200 Jahre vor den Erkenntnissen der Neurowissenschaften der legendäre Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi – sein ultimativer Ratschlag für Erfolg: „Lernen Sie mit Kopf, Herz und Hand!“

Eine Empfehlung, die auch für das Marketing gilt. Denn Botschaften müssen Aufmerksamkeit und Verständnis wecken, um empfangen, verstanden, erinnert und abgerufen werden zu können. Um diesen Lernprozess bei der Zielgruppe nachhaltig zu unterstützen, bietet sich die Integration der Haptik in den Kommunikationsmix an.

In unserem kostenlosen Whitepaper „The teaching Power of Touch“ erhalten Sie tiefere Einblicke in die Schlüsselrolle der Haptik in der Didaktik, zahlreiche Erkenntnisse aus spannenden Studien und Anregungen für den erfolgreichen Einsatz des Tast- und Bewegungssinnes im Zeichen Ihrer Unternehmens- und Marketingziele.

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