Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

Gutscheine mit Haptik-Effekt

Mehr Anreiz zum Einlösen

Gutscheine mit Haptik-Effekt: Emotionsverstärker ©stapag

Ob klassische Anlässe oder strategische Kommunikationsmaßnahme: (kleine) Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern stärken auch die Beziehungen zu Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.

Dabei ist die passende Auswahl entscheidend, und so lautet die immer wiederkehrende Schlüsselfrage: Womit beglücke ich den Empfänger, auf dass die Gabe Wertschätzung vermittelt und damit auch den Absender in ein positives Licht rückt?

Typische Herausforderung: Was schenkt man, wenn schon alles vorhanden ist? In der Praxis ist die Antwort häufig ein Standardpräsent – ob im Geschäfts- oder Privatbereich. Die Begeisterung des Empfängers hält sich entsprechend in überschaubaren Grenzen, von positiven Werbeeffekten eher zu schweigen. 

2015 wurden die Spitzenreiter beim Verschenken – Bücher und Kosmetik – erstmals von Geschenkgutscheinen überflügelt. Doch auch ihnen haftet das Image der Einfallslosigkeit und mangelnder Empathie an.

Eine Sonderposition nehmen in diesem Bereich die boomenden Event-Gutscheine ein, die den wachsenden Erlebnishunger in digitalen Zeiten spiegeln und wesentlich größere Chancen bieten, beim Empfänger Glückshormone zu aktivieren und nachhaltige (Werbe-)Wirkung zu entfalten.

„No-Show-Quote“ reduziert Werbe-Effekte

Mit Blick auf die Einlösequote der Event-Gutscheine erhält die aufkeimende Begeisterung allerdings einen Dämpfer – zumindest für den Absender bzw. Käufer. 

Jochen Schweizer, einer der Pioniere im Bereich Eventveranstaltungen, verzeichnet seit 2009 konstante Zuwachsraten von ca. 25 Prozent. Wie ein Beitrag im Wirtschaftsteil von Welt Online berichtet, belief sich seine Bilanz 2012 auf rund 72 Millionen Euro Umsatz, die sich mit den Jahren durch Gutschein-Verkäufe angehäuft hätten. Nach damaliger Schätzung des Branchenführers würden davon rund 42 Millionen Euro von den Beschenkten nicht eingelöst werden.

Ein aktuelles Ergebnis zur „No-Show-Quote“ liefere Christian Bücherl, Geschäftsführer des größten deutschen Vergleichsportals Erlebnisgeschenke.de. Nach seinen Recherchen würden 25 Prozent der online erworbenen Event-Gutscheine vom Empfänger nicht genutzt.

Förderlich für den Umsatz der Erlebnisgutschein-Anbieter, die sofort kassieren und als Event-Vermittler zudem Verkaufsprovisionen erhalten – kontraproduktiv für den Einsatz als Präsent bzw. Werbebotschafter.

Gutscheine mit Haptik-Effekt

Bleibt die Frage, warum so viele Gutscheine ihre Empfänger nicht zum Einlösen bewegen?

Einen entscheidenden Ansatzpunkt bietet das Kommunikationsmedium selbst: Ob on- oder offline – auch Gutscheine gefallen sich häufig in farbenfrohem Einheitsdesign und austauschbarer Gestaltung, selten sprechen sie mehr als den visuellen Sinn an.

Der vorzugsweise mit einer Karte vermittelte Erlebniswert bleibt meist abstrakt und unspezifisch. Eine verschenkte Chance, schon bei Empfang der Bons sinnliche Emotionen auszulösen, die unter die Haut zu gehen – durch Gutscheine mit Haptik-Effekt beispielsweise.

Wie für Mailings bereits durch diverse Studien und noch mehr Fallbeispiele aus der  Praxis belegt, befördern Add-ons die mageren Responsequoten von 1 bis 3 Prozent bei Standardmailings spielerisch in zweistellige Ränge – bewirken 20, 30, 50 Prozent Rücklaufquote und mehr ...

Haptische Motivationsverstärker

Denn Hapticals transportieren die Botschaft nicht nur sichtbar, sondern auch fassbar, lösen Emotionen und Assoziationen auf den ersten Griff aus. Im BtoC und BtoB-Bereich treten sie als Werbebotschafter auf, die schon im Vorgriff spürbar machen, was für ein angenehmes, aufregendes, ungewöhnliches Erlebnis den Empfänger erwartet ... Nur das reale Erlebnis vor Ort kann jetzt noch den ersten positiven Eindruck übertrumpfen.

Add-ons erhöhen immer die Werbewirkung, aber vor allem wenn sie passen: eine Wackelkarte für den Fallschirmsprung – vom Absprung in den 7. Himmel; eine Einladung mit 3D-Brille zum neuen stereoskopischen Science Fiction Thriller; eine Blüte mit Lavendelduft oder ein Beutelchen Entspannungstee zum Wellness-Versprechen; ein exotisches Gewürz oder ein (Design) Löffel als Appetizer vor dem Kochkurs ...

Was wir berühren können, berührt uns wirklich – zündet mehr Aufmerksamkeit, weckt tieferes Interesse und Verstehen, prägt sich in den ausgedehnten haptischen Verarbeitungskortex unseres Gehirns ein und stärkt so die Erinnerungsleistung.

Mit jedem Sinn mehr, den die Kommunikation der Botschaft weckt, steigt auch diese komplexe Wirkung auf den Empfänger. Ein psychologischer Grundmechanismus mit tiefen Wurzeln, den die Neuroforscher auf den Begriff „multisensory enhancement“ tauften.

Bereits die Integration nur eines zusätzliches Sinneskanals, der auf die Botschaft einzahlt, erhöht ihre Wirkung um das 10fache. Das könnte auch die No-Show-Quote spürbar schrumpfen lassen – zum Wohle aller Beteiligten.

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