Der Haptik-Effekt-Blog
von Touchmore

Aktuelle Erkenntnisse
aus der Verhaltenspsychologie, den Neurowissenschaften
und dem multisensorischen Marketing.

Don’t touch me!

Die entkörperlichte Kommunikation

Bühnendarsteller simulieren Ablehnung mit ihren Händen

Trends kommen und gehen, zumeist nehmen sie ihren Ursprung jenseits des großen Teiches. Ihre Zahl ist Legion, ihre Spur zieht sich durch alle sozioökonomischen Bereiche. Ausnahmen: keine.

Roger Dooley nun, profilierter und einflussreicher US-Neuromarketer, argwöhnt, einem neuen Trend in unserem Sozialverhalten auf der Spur zu sein. Einem Trend auf leisen Sohlen, der Entkörperlichung der Kommunikation am Arbeitsplatz. Mit ungeahnten Folgen.

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„Unser Hirn liebt Haptik”

„Crossmedia ist Trumpf“

horizont-Bericht vom Content-Gipfel

Rund 300 Kreative und Marketer erlebten die Premiere des Content-Gipfel 2019 im Februar in Düsseldorf. Eingeladen hatte die Group M als Deutschlands maßgeblicherr Printplaner. Unter dem Motto “Inhalt vor Technik!?“ diskutierten Teilnehmer und Referenten aktuelle Erkenntnisse aus der Werbewirkungsforschung zur Bedeutung von Content und deren Umsetzung für Media und Kommunikation.

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"Facebook und Co wissen … , dass Print Vertrauen vermittelt"

Nach dem Technologie-Jahrzehnt wieder Werbewirkung im Fokus

Diverse Printmailings, 3-D-Mailing

Ein Horizont-Interview mit Boris Schramm hat für Wellengang der ausgeprägteren Art in der hiesigen Werbe- und Marketingbranche gesorgt. Und natürlich für - durchaus zustimmende - Resonanzen, denn auf die war sein Interview erkennbar ausgelegt.

Nun ist Boris Schramm nicht irgendwer, sondern Geschäftsführer des Werbemedienriesen Group M und somit Deutschlands einflussreichster Printplaner. Nach einem Jahrzehnt der Technologiegetriebenheit sieht er für die herannahende Dekade den Fokus der Verlage und Contentlieferanten wieder bei der “Werbewirkungs- und Neuromarketing-Forschung”.

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Von Deepfakes zu Deephaptics?

Kann ich meinen Augen und Ohren noch trauen?

Süßigkeit in Mausform aus 3D-Drucker

Zum an- unnd abschwellenden Hintergrundrauschen unserer Zeit gehört der Umgang mit der Wahrheit. „Fake News“, „alternative Realitäten“ und mehr und mehr auch „Deepfakes“ sind die dazu gehörigen Schlagworte. Insbesondere die Deepfakes lassen aufhorchen.

Bei ihnen werden unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz (KI oder AI) Video- und Tonaufnahmen manipuliert – mit täuschend echten Ergebnissen. Die wiederum, wenn sie zielgerichtet eingesetzt werden, auf den fruchtbaren Boden der daueraufgeregten sozialen Netzwerke fallen und dort gerne und vor allem rasch weiterverarbeitet, sprich geteilt werden.

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„Das Hirn braucht Halt”

Technische Standards sind keine Werbewirkung

Olaf Hartmann spricht auf ContentGipfel

Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit, am ersten Düsseldorfer Content-Gipfel als Speaker mitzuwirken. Eine erste Bilanz hatten wir in unserem Blogbeitrag „Unser Hirn liebt Haptik” gezogen.

Inzwischen hat die GroupM Germany GmbH als Veranstalterin das Geschehen des Content Gipfel 2019 auf ihrer Website detailliert in Wort und Podcast, den Vortragvideos samt Vortag-PDFs sowie natürlich auch im Bild , dokumentiert (den Link finden Sie am Ende dieses Blogs). Für mich persönlich spiegelt sich die Relevanz dieses Gipfeltreffens auch darin wider, als ich mich mit einigen der Gipfelakteuren bereits im Vorfeld inhaltlich u.a. in Blogform auseinandergesetzt habe.

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Emotionen zum Nachhören

24 Emotionen auf einer interaktiven Karte

Screenshot interaktive Karte 24 Emotionen

Jedes sinnliche Signal küsst Emotionen wach, die wir in unserem Unterbewusstsein abgespeichert haben: Töne, Gerüche, Bilder, Geschmackserlebnisse. Sogar Produkthaptik triggert Emotionen.

Wer die sensorischen Codes kennt und ihre Anwendung beherrscht, erreicht messbar mehr in Marketing und Vertrieb. Wer gar einen Überblick unseres Emotionsspektrums erlangt und seine verborgenen Zusammenhänge, schafft den Sprung auf eine neues Level.

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Die Neuro-Glücksformel

Mit einem Lächeln fängt alles an

Promotiongirl überreicht Promotiontasche mit Lächeln

Die Frage, wie wir ein erfülltes Leben führen können, beschäftigte schon die großen Denker der Antike. Heute wimmelt es von Ratgebern zum Thema. Ob Philosophie, Psychologie oder Religion – Inspiration kommt aus den verschiedensten Quellen. Mit der Glücksforschung wurde sogar eine spezialisierte Wissenschaft ins Leben gerufen.

Jetzt meldet sich auch ein Hirnforscher und Biologe zu Wort. Zu den Expertisen von Gerald Hüther zählt, komplexe Information wie Forschungs-Updates aus den Neurowissenschaften selbst für Laien verständlich und anschaulich darzustellen.

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Was den Tastsinn besonders macht

Neue Studie: Tastsinn als psychologischer Wirklichkeitszugriff

Hand ertastet Struktur von Holzmaserung

Eine Studie der besonderen Art sorgt aktuell für Aufsehen nicht nur unter Wissenschaftlern. Die Publikation im Nature Scientific Reports 2018 trägt den Titel “Confidence is higher in touch than in vison in cases of perceptual ambiguity” und stellt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der School of Advanced Study (SAS) der Universität London dar.

Wissenschaftler der Philosophy of Mind and Cognitive Neuroscience group der LMU-Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft haben sich mit ihren Londoner KollegInnen mit der Frage auseinandergesetzt, warum uns in der Realität das bloße Anschauen oft nicht ausreichend erscheint und wir unsere Wahrnehmung mit dem Betasten des Erblickten nachjustieren.

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Werbepsychologie 4.0

„Emotionale Werbung allein wird nicht zum Kauf verleiten“

Mann mit VR-Brille und Gegenstand

Mit VR-Brille im Online-Kaufhaus shoppen vs. Erlebniswelt Einzelhandel, Einkaufen unter Rundumüberwachung, Consumer Confusion und was wirklich zum Kaufen motiviert – in einem spannenden Interview mit Zeit Online bezieht Sebastian Haupt Stellung zu topaktuellen Marketingthemen.

Antworten aus berufenem Munde, denn Haupt kennt sich als Konsumentenpsychologe und Wissenschaftsjournalist nicht nur mit der Theorie aus, sondern schlägt als Marketingberater und Geschäftsführer des Multisense Instituts für sensorisches Marketing auch tragfähige Brücken in die Praxis.

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Mut zu echtem Storytelling

Auf Entdeckertour mit dem Sockenschwein

Mann mit Sockenschwein vor Waschmaschine

Storytelling zählt zu den Schlüsselstrategien der Werbetexter, mindestens seit die Bilder laufen lernten. Mit den Erkenntnissen der Hirnforschung rückte die klassische Disziplin einmal mehr in den Fokus und reüssiert seither als einer der Megatrends im Marketing.

Warum? Beispielsweise weil die Neurowissenschaftler belegen, dass intuitive Denkprozesse auf assoziativen Verknüpfungen beruhen – typisch für die Erzählform von Geschichten, und nicht etwa dem Prinzip argumentativer Logik folgen, nach wie vor eine weit verbreitete Verkaufsmethode.

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Motorische Codes

Prüfungsangst? Bewahren Sie Haltung!

Martin Lindstrom deutet auf Zuhörer

Das wechselseitige Zusammenspiel von psychischen Vorgängen und Körperbewegungen ist ein Kernthema der noch jungen Embodiment-Forschung. Doch auch im Alltag begegnen wir der Synthese von Körper und Geist auf Schritt und Tritt und mit jedem Handgriff.

Ob Körperhaltung oder -bewegung, Gestik oder Mimik – alles hat Aussagewert, z.B. für die temporäre oder typische Stimmungslage eines Menschen. Entsprechend lautet eine der Kernaussagen der Embodiment-Forscher: Körperliches Empfinden beeinflusst die Gefühle.

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Glücksfaktor Gespräche

Bleiben Sie im (Kunden)Dialog

Mann übergibt Frau seine Visitenkarte

Glückliches Leben ist soziales Leben.“ Eine Überzeugung, die der Psychologe Matthias Mehl, tätig an der University of Arizona (Tucson), auch durch Studien belegen kann.

Für das jüngste Experiment unter seiner Leitung wurden 486 Menschen mit einem kleinen Audiorekorder versorgt, der all ihre Wege begleitete. Der tragbare Spion im Dienste der Wissenschaft war allerdings nicht konstant aktiviert, sondern wurde spontan immer wieder für kurze Zeiträume angeschaltet und zeichnete dabei auf, was der jeweilige Testteilnehmer zu hören bekam. Die Probanden notierten währenddessen, wie sie sich in diesen Momenten fühlten.  

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Multisensorische Werbeansprache

Die neue Spotserie für Elektro-Smarts

Frau kühlt sich in Eistruhe

Schon bei den ersten Klängen wippt der Fuß mit und die Augen tanzen im dynamischen Flow einer kontrastreichen Bildergeschichte. Ihr roter Faden: Beglückende Premieren vs. stereotype Muster, Trendsetter vs. Follower. Zum Auftakt z.B.: second schwitzt – first chills, und zwar mit einem gezielten Satz in die Tiefkühltruhe – erfrischend anders bis zum Schluss ...

Der Image-Spot für Smart EQ Fortwo & Forfour (Mercedes-Benz) inszeniert E-Mobilität als angesagten Lifestyle für kreative Macher und wache Köpfe. Ihre Belohnung: höchst sinnliche Momente (die Intensität der ersten Male ist kaum zu toppen!), ausgelöst durch Eigeninitiativen, die sich jenseits gängiger Verhaltensmuster zudem als bessere und zukunftsfähige Problemlösungen erweisen.

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Hear the Taste - Jeder Ton weckt Emotion

International Sound Awards 2018

Essender Mann zwischen zwei Lautsprechern

Klingen Ihnen bestimmte Werbejingles noch im Ohr? Vielleicht „Nichts ist unmöglich ...“*, „Wenn’s um Geld geht, ...“ oder „... macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.“

Auch wenn die Begriffe jüngeren Datums sind, Audio- bzw. Sound Branding kam in der Werbung früh zum Einsatz. Zu den klassischen akustischen Medien zählen Radiowerbung, plus bewegte Bilder TV- und Kinospots.

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Der Kunde im multisensorischen Spotlight

Die neue Markenkampagne der Metro

Passantin vor neuer Metro Plakatwerbung

Die Unternehmensphilosophie der international agierenden Metro AG mit Hauptsitz in Düsseldorf lautet: „Ihr Erfolg steht für uns im Mittelpunkt.“ Jüngst konsequent umgesetzt in einer neuen globalen Markenkampagne, entwickelt von Serviceplan Campaign Hamburg.

Der Dach-Claim „Your Success is our Business“ aktiviert direkt, was auch die Neuromarketer immer wieder unterstreichen: Relevanz für den Empfänger ist primär, um Aufmerksamkeit in der Dauer-Info-Flut zu wecken, und nicht etwa das immer noch reichlich versprühte Eigenlob.

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Tastakte als Bausteine des Embodiments

Wie motorische Codes die Psyche beeinflussen

Mann offeriert Werbesüßigkeiten in Metalldose

In Teil 1 dieses Embodiment-Blogs haben wir Grundthesen der noch jungen Embodiment-Forschung skizziert. Während ein Forscherlager das gesamte Bewusstsein des Menschen inkl. Ich-Gefühl auf körperliche (Inter)Aktion zurückführt, votieren andere Vertreter für die Unterscheidung zwischen wesentlichem Embodiment und z.B. geistigen Höhenflügen, die auf sprachlichen Repräsentationen basieren und keinen weiteren Wahrnehmungsinput benötigen.

Unstrittig scheint, dass Körper und Geist in wechselseitigem Austausch stehen. Ebenso dass der haptische Sinneskomplex von passiven Berührungsempfindungen bis zur taktilen Auseinandersetzung mit der materiellen Welt als erster im Mutterleib entsteht und schon dort Strukturen in den neuronalen Systemen aufbaut.

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Update Embodiment

Bewusstsein als Zusammenspiel von Körper & Geist

Mann nimmt Buch aus Verkaufsdisplay

Die Party ist in vollem Gange. Angeregt plaudere ich mit einem Geschäftsfreund, als mir ein Tablett mit Sektgläsern entgegenschwebt – wie automatisch streckt sich meine Hand aus und fasst zielsicher mit feinem Griff zum Stiel. Auf Ihr Wohl – hhmm, lecker!

Kurz darauf bietet mir die charmante Servicekraft ein Kaviarhäppchen an. Wieder setzt sich meine Hand ohne gedankliches Zutun in Bewegung, während ich das spannende Gespräch fortführe. Doch dieses Mal hebt sich die Handfläche dezent nach vorne – nein danke! Stör-Rogen war noch nie mein Ding, darüber brauche ich keine Sekunde nachzudenken.

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Spürbar zarter

Der neue Markenauftritt von Milka

Der neue Markenauftritt von Milka

„... die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt“ – da summt man gleich mit, oder? 38 Jahre lang begleitete der Jingle-Ohrwurm die Werbespots der Marke. Erst 2011 wurde der traditionsreiche Claim in die Aufforderung „Trau dich, zart zu sein“ umgewandelt.

Anfang 2016 wurde der rote Faden einmal mehr weitergesponnen: „Im Herzen zart“ heißt seitdem die Markensignatur. Die Botschaft soll die zarte Seite, die in jedem Menschen steckt, mit dem „einzigartigen“ zarten Schmelz der Schokolade verbinden. Auf dass zusammenkommt, was zusammengehört.

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Marken berührbar machen

Wie Objekte zu multisensorischen Markenbotschaftern werden

Mann befühlt Tasche mit Fahrradreifenprofil

In der Markenkommunikation eingesetzte gegenständliche Werbeträger werden oft verkannt oder als „nice-to-have“ bewertet. Richtig genutzt entfalten sie jedoch in vier Dimensionen für fast alle Marketingbereiche erstaunliche Wirkung.

Vor dem Hintergrund, dass die digitalen Markenwelten expandieren und das Vertrauen in Markenqualitäten auf dem Rückzug ist, sind haptische Werbebotschafter heute sogar wichtiger denn je.

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Sound Check - sensorische Signale

Tonqualität beeinflusst Werturteil

Olaf Hartmann spricht vor Mikrofon

Ob Vorlesung, Produktvorstellung oder Festrede – entscheidend für die Resonanz des Publikums sind weniger die Inhalt als ihre Präsentation. Die legendäre 7-38-55-Regel basiert auf zwei Studien, die bereits 1967 publiziert wurden und zahlreiche Folgeuntersuchungen initiierten.

Die Botschaften der Primärstudien unter der Regie des Psychologieprofessors Albert Mehrabian lauten: Bei einer Rede werden nur 7 Prozent der faktischen Information wahrgenommen und bewertet. Das Urteil der Zuschauer wird zu 55 Prozent von der Körpersprache und zu 38 Prozent von der Tonalität beeinflusst.

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