Spürbar zarter

von Olaf Hartmann am Donnerstag, 26 Juli 2018. Veröffentlicht in Neuromarketing

Der neue Markenauftritt von Milka

Der neue Markenauftritt von Milka„... die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt“ – da summt man gleich mit, oder? 38 Jahre lang begleitete der Jingle-Ohrwurm die Werbespots der Marke. Erst 2011 wurde der traditionsreiche Claim in die Aufforderung „Trau dich, zart zu sein“ umgewandelt.

Anfang 2016 wurde der rote Faden einmal mehr weitergesponnen: „Im Herzen zart“ heißt seitdem die Markensignatur. Die Botschaft soll die zarte Seite, die in jedem Menschen steckt, mit dem „einzigartigen“ zarten Schmelz der Schokolade verbinden. Auf dass zusammenkommt, was zusammengehört.

 

Die lila Kuh emanzipiert sich

Jetzt wurden auch Logo und Verpackung aufgefrischt.

Die markantesten Änderungen im Überblick: Der geschwungene Milka-Schriftzug tritt aus seinem Schatten, was ihn flächiger wirken lässt, der neue i-Punkt erinnert an einen Milchtropfen.

Die lila Kuh darf als eine der bekanntesten Werbefiguren der Welt zukünftig ohne Branding auftreten, was die Souveränität der Marke noch unterstreicht.  

Ihr Standpunkt wurde nach rechts verschoben, die Blickdiagonale nach links unten verbindet ihren prall gefüllten Euter mit einem traditionellen Milchkanister, dessen Aufdruck 100% Alpenmilch Schokolade verheißt.

Die stilisierte Milka-Alpenwelt ist luftiger geworden und erreicht Breitbandpanorama.  Rechts bleibt jetzt Platz für den Hinweis auf die jeweilige Schokoladensorte. Auch die Rückseite mit all den Zusatzinfos wurde aufgeräumt, die Typo vergrößert.

Im Fazit: Das neue Design ist klarer, großzügiger, cooler = mehr Eyecatcher-Effekt fürs Regal.

 

Spürbar zarter

Aber nicht nur die Optik überzeugt. Die neue Verpackung flüstert die Markenbotschaft auch auf den ersten Griff bis in die höchst sensiblen Fingerspitzen – unbewusst und unwiderstehlich.

Die bisherige (rutschige) Hochglanzfolie wurde mattiert und fühlt sich jetzt eher samtig an, um mich nicht zu sagen – natürlich zart. Und da wir uns nicht verfühlen können, ist schon klar, wo die Schoki landet ... Das emotionale Berührungserlebnis erhöht zudem die Vorfreude auf den süßen Genuss und steigert die Glaubwürdigkeit des Markenversprechens: Spürbar zarter.

Last not least differenziert die auf den Claim abgestimmte haptische Signalwirkung Milka auch von den Wettbewerbern im Regal. 

 

Werbebotschaften, die Auge und Hand erreichen

Multisensorisches Marketing verstärkt die Wirkung jeder Werbebotschaft. Denn jedes weitere sinnliche Signal, das kongruent dieselbe Information vermittelt, stärkt das Wirkungspotential um das Zehnfache: z.B. in punkto Aufmerksamkeit, Interesse, Glaubwürdigkeit, Erinnerungswert...

Warum das so ist und wie man dieses Wissen in erfolgreiche Marketingpraxis umsetzt, erklären die Geschäftsführer des Multisense Instituts – Olaf Hartmann und Sebastian Haupt – in ihrem Multisense-Whitepaper – kompakt und kostenfrei. Und natürlich empfehlen sie sich auch als Berater für Ihr spezielles Anliegen.

 

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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