Vernetzte Sinneswelt

von Olaf Hartmann am Freitag, 31 Mai 2019. Veröffentlicht in Neuromarketing

Nicht nur die Nase kann schnuppern

Blühende Blumen und ein SchmetterlingIm Gedächtnisspeicher wimmelt es von Erlebnispäckchen. Denn wir archivieren Erinnerungen nicht als singuläre Daten, sondern als Sets, die aus situativen Sinneseindrücken und Emotionen zusammengesetzt sind.

Düfte sind besonders geeignet, diese Erfahrungsmuster ganzheitlich wieder wachzurufen bzw. den so genannten Priming-Effekt auszulösen.

 


Vernetzte Sinneswelt

Die wissenschaftliche Begründung laut Prof. Hanns Hatt: „Die Nase hat eine direkte Standleitung zu Emotionen und Erinnerungen.“.

Zu den Aufsehen erregenden Entdeckungen des Duftforschers zählt, dass Spermien mit einem Riechrezeptor ausgestattet sind, und zwar für den Maiglöckchenduft, mit dem die weiblichen Spermien locken.

Was lecker riecht, verführt uns auch zum Naschen. Das lehrt uns schon die Erfahrung. Doch scheinbar ist nicht nur die Nase am Schnuppertest beteiligt. Die fortschreitenden Erkenntnisse zeigen uns eine immer dichter vernetzte Sinneswelt.

 

Hilft die Zunge beim Dufttest?

Forscher am Monell Chemical Senses Center, Philadelphia, haben unter der Regie von Mehmet Hakan Ozdener entdeckt, dass auch auf der Zunge Geruchsrezeptoren angesiedelt sind, sogar spezialisierte Sinneszellen, die sowohl auf Geschmack als auch Geruch reagieren.

Zwar muss diese Entdeckung noch mit weiteren Belegen wissenschaftlich abgesichert werden, doch die Marschrichtung ist klar. „Unsere Forschung könnte bei der Erklärung helfen, wie Geruchsmoleküle den Geschmack beeinflussen“, erklärt Ozdener. „Das könnte zur Entwicklung geschmacksbasierter Geschmacksmodifikationen führen, mit denen man gegen die Aufnahme von zuviel Salz, Zucker oder Fett kämpfen könnte...“

 

Wie gut können Ihre Kunden Sie riechen?

Zu den verführerischen Instrumenten des sensorischen Marketings zählen natürlich auch Duftsignale – ob z.B. am POS oder als Mailing-Special.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie fischen aus der üblichen Geschäftspost den Brief eines Modeunternehmens, aus dem Schmetterlinge in saisonalen Trendfarben flattern und zarten Rosenduft verbreiten.

Oder Sie erhalten auf dem Messestand eines Möbelanbieters einen Zauberwürfel, der mit wenigen Griffen vor Augen führt, wie leicht das schicke Bücherregal aufzubauen ist und dabei einen Hauch Lavendel freigibt.

 

Implizite haptische Botschaften, explizite Responsequoten

Selbst wenn der Empfänger die Duftspur nicht bewusst registriert, die beruhigende Wirkung des Gartenkrauts macht sich trotzdem bemerkbar. Ebenso wie die implizite haptische Botschaft – in diesem Fall: Der Aufbau ist simpel und klappt immer.

Weiterer Vorteil für den Absender: die Responsequoten überflügeln die Standardwerte bei weitem!

Schon der Einsatz von Hapticals, die auch das Auge erfreuen, pusht positives Feedback – die zusätzliche Duftspur erhöht die Wirkung noch einmal.

Denn auch fürs Marketing gilt: Je mehr sensorische Reize auf die Botschaft abgestimmt sind, desto größer der Einfluss auf den Empfänger. Partizipieren Sie an unserer Expertise und Erfahrung für sensorisches Marketing. Wir freuen uns auf neue Herausforderungen!

 

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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