Von Deepfakes zu Deephaptics?

von Olaf Hartmann am Mittwoch, 27 Februar 2019. Veröffentlicht in Neuromarketing

Kann ich meinen Augen und Ohren noch trauen?

Süßigkeit in Mausform aus 3D-DruckerZum an- unnd abschwellenden Hintergrundrauschen unserer Zeit gehört der Umgang mit der Wahrheit. „Fake News“, „alternative Realitäten“ und mehr und mehr auch „Deepfakes“ sind die dazu gehörigen Schlagworte. Insbesondere die Deepfakes lassen aufhorchen.

Bei ihnen werden unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz (KI oder AI) Video- und Tonaufnahmen manipuliert – mit täuschend echten Ergebnissen. Die wiederum, wenn sie zielgerichtet eingesetzt werden, auf den fruchtbaren Boden der daueraufgeregten sozialen Netzwerke fallen und dort gerne und vor allem rasch weiterverarbeitet, sprich geteilt werden.

 

Deepfakes öffnen eine neue Dimension

Das nennt man dann viral gehen. Nun ist das Manipulieren von Texten und Bildern aus welchen Gründen auch immer ein alter medialer Hut. Deepfakes hingegen sind ein neues Phänomen und öffnen eine neue Dimension. KI macht’s möglich.

Ein populär-frappantes Beispiel ist das gefakte Barack Obama-Video, indem dieser seinen Nachfolger im Weißen Haus wenig schmeichelhaft bloßstellt. Stimme, Mimik, Gestik: 100 Prozent Obama, wer will daran zweifeln?

 

Deepfakes als Massenphänomen?

Dahinter steckte der bekannte US-Schauspieler, Comedian, Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele, der in aufklärerischer Absicht mit seinem KI-basierten Coup für die Gefahren von Deepfakes sensibilisieren wollte. Was ihm auch durchaus gelungen ist.

Doch wie geht es nun weiter? Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich Deepfakes zu einem Massenphänomen entwickeln. Einer der Indikatoren: seit 2018 existiert eine App, die bezeichnenderweise auf den Namen FakeApp getauft wurde. Jedem seine eigene Welt.

 

Pippi Langstrumpf reloaded

„Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt“: Astrid Lindgren meets AI. Pippi Langstrumpf reloaded, im 21 Jh zwangsläufig dystopisch. Eine gesellschaftliche wie politische Herausforderung mit potentieller Sprengkraft.

Andererseits wage ich die Prognose, dass es genau diese Phänomene im Zusammenspiel mit der zunehmenden Datenunsicherheit sind, die immer mehr User aus dem Netz treiben oder sie zumindest zu einem dosierten und kritischen Umgang mit den Plattformen und den offerierten Inhalten animieren.

 

Von Deepfakes zu Deephaptics?

Einen dieser Hinweise habe ich im Zusammenhang mit der YouGov-Studie für Web.de und gmx in meinem Blog Private Termine: Cloud oder Papierkalender aufgegriffen.

Weiterhin halte ich das Verunsicherungspotential der Deepfakes-Technologie für so gravierend, dass es zwangsläufig unseren Tastsinn als psychologischen Wahrheitssinn stärker denn je in Szene setzt. Von Deepfakes zu Deephaptics: die Konjunktur des Haptischen vollzieht sich im Zeichen der Hausse.

 

Haptische Medien berühren und bewegen

Diese Tendenzen lassen sich gezielt auf Ihr Marketing übertragen. Ob physische Produkte, Produkte im virtuellen Raum oder digitale Dienstleistungen – haptische Werbemedien setzen wirkungsvolle Impulse und bauen tragfähige Verständnisbrücken zum Kunden. Sie machen (be)greifbar, was sonst nicht wirklich fassbar ist oder gar Misstrauen sät. Stiften handfesten Kontakt, der Glaubwürdigkeit und Vertrauen stärkt.

Die Hapticals von Touchmore sind prädestiniert, als Mailing-Medien oder auch Add-ons die Qualitäten des Absenders optisch ansprechend und haptisch überzeugend zu vermitteln. Sie zünden Aufmerksamkeit, prägen sich ein und lassen den Empfänger so schnell nicht wieder los.

Entsprechend hoch sind die Erfolgsquoten – lassen Sie sich von unseren Referenzen inspirieren!

Warum und wie haptische Mailings berühren und bewegen, erfahren Sie gratis und kompakt in unserem Whitepaper zum haptischen Dialogmarketing.

 

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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