Wieviel Hirn braucht die Werbung?

von Olaf Hartmann am Freitag, 23 November 2018. Veröffentlicht in Verkaufsförderung

Adblock Advertising

Fernet-Branca  Onlinebanner von PilotFreunde, es weihnachtet. Das stimmt mich milde am Ende eines Jahres, das einmal mehr voller Überraschungen war. Schönen wie auch jene, auf die sich guten Gewissens verzichten ließe.

Milde gestimmt, das heißt aber nicht, den Blick für die Absurditäten der Werbewelt zu verlieren, denn um letztere dreht sich bekanntlich im Kern unser Blog.

Weihnachtliche Milde im Verein mit dem Sinn fürs Schräge motivieren mich heute dazu, dem geneigten Marketer den Weg zu einem epochalen Whitepaper-Download zu weisen: dem Adblock Advertising. Anders formuliert: “Werbung für Adblock-User”.

 

Wieviel Hirn braucht die Werbung?

Damit Sie auch weiterhin, gut versorgt mit bestechenden Argumenten und noch besserer Technik, dem werbemüden Volk auf die nur vermeintlich Adblocker-geschützte Pelle rücken können: “Zielgruppe Adblock-Nutzer – Praxisleitfaden für Werbetreibende zum Umgang mit Nutzern von Werbeblockern” lockt die Lektüre des Whitepapers.

Die bestechende Logik dahinter: Der Adblocker-User ist auf Werbe-Entzug, quasi in der digitalen Rehab. Da wird eine vernüftige Dosis Werbung sein entwöhntes Herz gleich höher schlagen lassen. Seine durch die Verwendung eines Adblockers dokumentierte Werbereaktanz gleichsam umwandeln in ein Konsumer-Hosianna.

 

Endlich wieder ein Quantum Werbung!

Das klappt technisch durch eine Art “Verschleierung” der eigentlichen Werbungsanliegens.  Was vermutlich nicht nur bei bei mir den bildhaften Charakter eines  Werbe-Trojaners heraufbeschwört. Die Anzeige nämlich “… scheint ein Inhalt vom Publisher zu sein und wird nicht blockiert. Der Effekt ist groß, denn die Gruppe der Adblock-User ist so wenig Werbung ausgesetzt, dass eine Ad heraussticht”.

Endlich wieder ein Quantum Werbung! Trotz Adblocker? Wie schön! Volle Aufmerksamkeit garantiert. Zuneigung und Sympathie inklusive? Pardon, das ziehe ich in vernunftbegründeten Zweifel.

 

Mobile marketing for mobile targets?

Zum Einsatz kommen hier Militärstrategien: Ist die Panzerung für herkömmliche Munition zu dick, muß das Kaliber und damit die Durchschlagskraft erhöht werden. Um die Sprengladung, über die sich der Empfänger, sprich Gegner sicher nicht freut, ins Ziel zu bringen.

Ob das dem umworbenen Konsumenten gerecht wird? Mobile marketing for mobile targets? Mit immer dickeren Werbekalibern den Panzer der Werbereaktanz pulverisieren? Echt jetzt?

Was soll das qualitativ ändern am Prinzip “hinsehen und nichts wahrnehmen” beim Umworbenen?

 

Life is bitter?

Life is bitter, indeed. Zumindest, wenn das der Werberweisheit letzter Schluss ist. Auf den satirischen Punkt bringt es die vieldiskutierte Werbekampagne von Fernet-Branca. Unter den vielen Motiven, die nicht nur die deutsche Werbergemeinde spaltet, ist auch jenes mit der fröhlichen Botschaft an alle Adblocker-User: “Du hast einen AdBlocker – wir haben einen AdBlocker Blocker. Life is bitter”.

Um es unmissverständlich auf den Punkt zu bringen: Die Fernet-Branca Kampagne als solche ist exzellent und von lange nicht mehr erlebter Kreativität. Die Adblocker-Blocker-Variante exklusive. Ein nur vermeintlich kreativer Irrweg, da überwiegend Werbereaktanz-steigernd.

Aber da wir hier und heute weihnachtlich  versöhnlich sein wollen, weisen wir mit einem zweiten Downloadlink den Weg zu mehr Hirn, Herz und Hand im Marketing.

Ob dieser Download denn auch kostenfrei ist? Natürlich, das ist ja ein Weihnachtsblog.

 

Life is sweet!

Ob mein hier bereitgestelltes Whitepaper auch frei von werblichen Zwangsmaßnahmen gegenüber meiner Zielgruppe ist? Freilich, denn abgesehen vom Weihnachtsgeist wollen wir spielerisch überzeugen, nicht überrumpeln. Verständnisbrücken bauen durch den Einsatz haptischer Werbemedien für Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Warum und wie beispielsweise haptische Mailings berühren und bewegen, erfahren Sie gratis und kompakt in unserem Whitepaper zum haptischen Dialogmarketing.

Werbung und Marketing müssen nicht zwangläufig aggressiv sein. Sie können auch friedlich überzeugen und beiden Beteiligten, Absender wie Empfänger, Spaß machen. Das ist meine Weihnachtsbotschaft an alle Kunden, (Marketing-)Kollegen und Freunde.

Life is sweet!

 

Über den Autor

Olaf Hartmann

Olaf Hartmann

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Touchmore, Mitbegründer des Multisense Instituts und Autor von "Touch!", der ersten Beschreibung des Haptik-Effektes im multisensorischen Marketing.

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